• 01.12.2008, 14:29:31
  • /
  • OTS0230 OTW0230

LHStv. Scheuch: Neues Regierungsprogramm zeigt große Mängel im Bildungsbereich auf

Viele Ankündigungen, wenig Umsetzung - nichts Konkretes!

Klagenfurt (OTS) - Kritik am Bildungsbereich im Rahmen des neuen
Regierungsprogramms der Bundesregierung übten heute, Montag,
Bildungsreferent LHStv. Uwe Scheuch und Landesschulratspräsidentin
Claudia Egger im Rahmen einer Pressekonferenz.

"Viele Bereiche der Bildung wurden zwar mit Arbeitsgruppen besetzt,
allerdings wird nirgends konkretisiert", so Scheuch.

Der Bildungsreferent bemängelt folgende Punkte:

"Die Teilungsziffer 25 ist im Pflichtschulbereich weiterhin nicht
verpflichtend. In Kärnten wird ab dem 26. Schüler geteilt, was Kosten
von 1, 5 Millionen Euro für das Land Kärnten bedeutet, welche vom
Bund weiterhin nicht übernommen werden", so Scheuch. Weiters
bemängelt der Schulreferent die unzureichende Förderung der Kinder
mit Sonderpädagogischem Förderbedarf und keinerlei Modelle für Kinder
mit nichtdeutscher Muttersprache. "Auch für die Nachmittagsbetreuung
trägt das Land Kärnten weiterhin die Kosten von Euro 8.000,-- pro
Gruppe, während der Bund nur 5 Lehrerstunden bezahlt", so Scheuch.
Eine klare Forderung an den Bund stellen Scheuch und Egger auch in
Bezug auf mehr Sport- und Bewegungsunterricht.

Weiters informiert Schulreferent Scheuch, dass es bei solch extremen
Schneefällen wie gestern und heute in Oberkärnten, die Entscheidung
der Eltern ist, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken oder nicht.
"Wenn ein Elternteil eines Pflichtschülers entscheidet, der Schulweg
durch den Schneefall für sein Kind nicht sicher genug und sein Kind
zuhause lässt, wird dieser Entschuldigungsgrund vom Gesetz
anerkannt", so Scheuch.

Landesschulratspräsidentin Claudia Egger plädiert vor allem auf die
Neue Mittelschule. Das momentane Schulsystem sei selektiv und biete
nicht allen Kindern die gleiche Chance. "Die Lösung wäre es, eine
Schule für alle 6 bis 15 Jährigen zu machen, damit das neunte
Schuljahr wegfällt, für dessen Absolvierung es momentan viel zu viele
Arten gibt. Aus diesem Jahr welches oft an einer wahllos ausgesuchten
Schule verbracht wird, könnte dann ein Berufsorientierungsjahr
gemacht werden", so Egger.

"Wir müssen heute schon an unser Schulwesen in 10 Jahren denken und
endlich einmal den Startschuss dafür setzen", fordert Egger.

Gesamt gibt es in Kärnten 77.800 SchülerInnen, davon sind 39.500
Pflichtschüler.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
BZÖ Kärnten

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BZK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel