• 01.12.2008, 09:32:43
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  • OTS0048 OTW0048

Klimakonferenz in Posen wegweisend für Klimaschutzabkommen nach 2012

UN-Klimakonferenz von 1. bis 12. Dezember 2008 in Posen/Polen - Klärung der Positionen, Entwicklung einer gemeinsamen Vision und eines Arbeitsplans sind Hauptziele

Wien (OTS) - Heute beginnt in Posen/Polen die 14.
UN-Klimakonferenz, die bis 12. Dezember 2008 dauert. Für die
Vertragsstaaten des Rahmenübereinkommens über Klimaänderungen ist es
eine wichtige Etappe auf dem Weg zu einem breiten Klimaschutzabkommen
für die Zeit nach 2012. Die Konferenz ist gleichzeitig das 4. Treffen
der Vertragsparteien des Kyoto-Protokolls. Dabei sollen die Weichen
gestellt werden, um bei der Konferenz zur Klimarahmenkonvention in
Kopenhagen Ende 2009 eine Einigung über ein umfassendes Klimaregime
für die Zeit nach 2012 zu erzielen. Österreich vertritt dabei das
EU-Ziel, die globale Erwärmung auf höchstens 2GradC über
vorindustriellem Niveau zu begrenzen. Dafür müssen die globalen
Treibhausgasemissionen um 50 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden.
Dies teilt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft,
Umwelt und Wasserwirtschaft mit.

Die Anstrengungen zur Bewältigung des Klimawandels müssen - gerade
auch angesichts der weltweiten Krise auf den Finanzmärkten -
ungehindert fortgesetzt werden. Die Ziele der Klimakonferenz in Posen
sind neben der Entwicklung einer gemeinsamen Vision, die mit dem
EU-Klimaziel vereinbar ist, auch die Klärung der Position aller
Verhandlungspartner. Sowohl die Industrie- als auch die
Entwicklungsländer müssen ihre Forderungen zu den Kernbereichen des
zukünftigen Kopenhagener Abkommens auf den Tisch legen. Das betrifft
die Minderung von Treibhausgasen einschließlich der Festlegung von
quantifizierten Reduktionseinheiten für die entwickelten Länder,
Anpassungsstrategien an den Klimawandel sowie Technologie und
Finanzierung. Die genaue Ausgestaltung eines umfassenden Abkommens
wird während des Jahres 2009 ausverhandelt. Dafür muss bei der
Konferenz ein ehrgeiziger Arbeitsplan für 2009 erstellt werden.

Die Industrieländer müssen mit ihrer Energie- und Umweltpolitik
dabei weiterhin die Führungsrolle übernehmen, indem sie sich
kollektiv zu einer Treibhausgasreduktion von etwa 30 Prozent bis 2020
verpflichten. In den Entwicklungsländern ist es ebenfalls notwendig,
die Emissionen bis 2020 gegenüber dem ungebremsten Entwicklungspfad,
also dem "business as usual", wesentlich zu reduzieren, damit das
2GradC-Ziel haltbar ist. Auch die Position der USA, die nach den
Ankündigungen den neuen Präsidenten Barack Obamas eine komplette
Kehrtwende in ihrer Klimapolitik vornehmen soll, wird eine große
Rolle bei einem künftigen Klimaregime spielen. Dies teilt das
Lebensministerium abschließend mit.

Rückfragehinweis:
Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823

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