BZÖ-Strutz: Pröll leidet unter Realitätsverlust

ÖVP muss froh sein, wenn nach der nächsten Wahl noch ein Zweier beim Ergebnis vorne steht

Wien 2008-11-29 (OTS) - Als "klaren Fall von Realitätsverlust" wertet BZÖ-Generalsekretär Martin Strutz den heutigen Auftritt von ÖVP-Obmann Josef Pröll im ORF-Mittagsjournal. "Wenn Pröll der Meinung ist, dass die ÖVP mit 26 Prozent am absoluten Minimum angekommen ist, dann kann ich Ihm nur sagen "Schlimmer geht’s Immer". Pröll und die ÖVP werden weiter an Zustimmung verlieren, denn sie haben keine Lösungen und keine Antworten auf die Fragen der heutigen Zeit. Mit dem Kurs muss die ÖVP froh sein, wenn nach der nächsten Wahl noch ein Zweier beim Ergebnis vorne steht", analysiert Strutz.

Gerade das schwache Parteitagsergebnis von Pröll zeige deutlich, dass der innerparteiliche Konflikt rund um die Große Koalition und das Verhältnis zur SPÖ nur mühsam zugedeckt werden kann und es nur eine Frage der Zeit sei, bis es hier zu einem Ausbruch kommt. Nur Pröll glaubt ernsthaft mit diesem alten Kurs gegen den besseren Populisten Faymann bestehen zu können. Große Teile der ÖVP-Spitze und die Mehrheit der Basis sehen das komplett anders und hätten sich wenigstens den ernsthaften Versuch des Auslotens von Regierungsalternativen von Pröll erwartet.

Gerade die Ankündigung Prölls alles neu machen zu wollen, stehe in diametralen Widerspruch zu den Handlungen der neuen ÖVP-Führung. "Alter Weg mit halbneuen Köpfen, das wird der ÖVP keine einzige Stimme bringen. Gerade Prölls Festlegung den Privatisierungskurs unbeirrt fortsetzen zu wollen, obwohl sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sich komplett geändert haben, zeigt deutlich, dass die ÖVP unfähig ist, aus Fehlern zu lernen. Die ÖVP ist wie ein Schneemann, der freiwillig den Platz an der Sonne sucht", bekräftigt Strutz.

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