• 28.11.2008, 12:12:18
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Plassnik: "Erschüttert über Vollstreckung des Todesurteils an WO Weihan"

Außenministerin: Aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Familie

Wien (OTS) - "Ich bin zutiefst schockiert über die hartherzige und
unmenschliche Vorgangsweise der chinesischen Justiz im Fall WO
Weihan. Die Missachtung aller Appelle der Familie WO Weihans,
Österreichs, der Europäischen Union und vieler anderer ist
erschütternd", erklärte Außenministerin Ursula Plassnik heute in
Reaktion auf die Hinrichtung des Vaters zweier österreichischer
Staatsbürgerinnen, der wegen angeblicher Spionage zum Tode verurteilt
worden war. "Unser aufrichtigstes Mitgefühl gilt vor allem seiner
Familie, der nicht einmal die Möglichkeit gegeben wurde, sich zu
verabschieden", betonte die Außenministerin weiter.

Außenministerin Plassnik hatte sich erst kürzlich in einem
öffentlichen Appell für eine humanitäre Lösung neuerlich an die
chinesische Regierung gewandt. Gemeinsam mit der Familie, dem
französischen EU-Vorsitz und den EU-Partnern habe man jegliches zur
Verfügung stehende Mittel genutzt, um eine Hinrichtung des 60
Jährigen zu verhindern. "Dass die Hinrichtung abrupt gerade am Tag
des Menschenrechtsdialogs zwischen der EU und China stattgefunden
hat, unterstreicht die Rücksichtslosigkeit und Kälte, mit der dieser
Fall behandelt wurde", sagte die Außenministerin. Diese Haltung muss
aus der Sicht der gesamten EU geradezu als vorsätzlicher Affront
angesehen werden.

Schon im Verfahrensstadium und nach Bekanntwerden des Todesurteils
war die österreichischen Botschaft in Peking in diesem Fall
engagiert und hat alle Entwicklungen genauestens verfolgt. Neben
Außenministerin Plassnik haben sich Bundespräsident Heinz Fischer und
Nationalratspräsidentin Barbara Prammer sowie die Präsidenten der
drei österreichischen Höchstgerichte persönlich für die Abwendung der
Hinrichtung engagiert. Zusätzlich führte der EU-Ratsvorsitz auf
österreichische Initiative zwei Demarchen bei den chinesischen
Behörden. Auch das Europäische Parlament und EU-Kommissarin Benita
Ferrero-Waldner haben sich für die Abwendung des Todesurteils
eingesetzt.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für europäische 
   und internationale Angelegenheiten
   Presseabteilung
   Tel.: ++43 (0) 50 1150-3262, 4549, 4550
   Fax: ++43 (0) 50 1159-213 
   mailto:[email protected]
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