- 28.11.2008, 10:36:19
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MediaWatch / APA-OTS Politikportalanalyse
Die neue Regierung steht
Innsbruck / Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut
erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der
meist genannten PolitikerInnen in den österreichischen
Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (21. bis 27.
November 2008) steht SPÖ-Chef Werner Faymann an erster Position.
ÖVP-Obmann Josef Pröll belegt Rang zwei, Außenministerin Ursula
Plassnik folgt auf Rang drei.
Nach 56 Verhandlungstagen haben sich SPÖ-Chef Werner Faymann
(Rang eins, 1756 Nennungen) und der designierte VP-Obmann Josef Pröll
(Rang zwei, 1492 Nennungen) am Sonntag auf die Bildung einer Großen
Koalition geeinigt. Österreich wird nun in den nächsten fünf Jahren
vom Regierungsteam Werner Faymanns und Josef Prölls regiert. Pröll
zeigte sich nach Abschluss der Verhandlungen zufrieden darüber, dass
sich SPÖ und ÖVP in der umstrittenen Europafrage aufeinander zu
bewegt hätten. Auch Faymann ist über den Ausgang der
Regierungsverhandlungen erleichtert.
Außenministerin Ursula Plassnik (Neueinstieg, Rang drei, 553
Nennungen) hingegen trat aus Protest über den Kompromiss zur
EU-Volksabstimmungsfrage zurück. Plassnik hätte zwar der neuen
Regierung angehören sollen, wollte jedoch den Koalitionskompromiss zu
Europa nicht mittragen.
Am Montag haben SPÖ und ÖVP offiziell die Mitglieder der neuen
Regierung vorgestellt. Neben Bundeskanzler Werner Faymann,
Vizekanzler Josef Pröll, der auch das Finanzressort übernehmen wird,
gibt es zwölf Minister und vier Staatssekretäre. Neben vielen
bekannten Gesichtern werden darunter auch einige neue vertreten sein:
Der zweite Nationalratspräsident Michael Spindelegger (Neueinstieg,
Rang 23, 136 Nennungen) folgt Ursula Plassnik als Außenminister nach.
Der Burgenländer Nikolaus Berlakovich (Neueinstieg, Rang 18, 156
Nennungen) löst Josef Pröll als Landwirtschaftsminister ab. Richterin
Claudia Bandion-Ortner (Neueinstieg, Rang sieben, 274 Nennungen) wird
parteifreie Justizministerin, der bisherige ÖGB-Präsident Rudolf
Hundstorfer (Neueinstieg, Rang zehn, 236 Nennungen) wird SPÖ-Minister
für Soziales und Arbeit. Der bisherige Chef der Gebietskrankenkasse
Oberösterreich Alois Stöger (Neueinstieg, Rang zwölf, 215 Nennungen)
wird SPÖ-Minister für Gesundheit, Reinhold Mitterlehner (Neueinstieg,
Rang 13, 212 Nennungen) übernimmt das Wirtschaftsministerium.
Ebenfalls neu in die Regierungsmannschaft sind Gabriele
Heinisch-Hosek (Frauen, Beamte) und Josef Ostermayer (Kanzleramt,
Medien).
Im Zuge der Nationalratssondersitzung, bei der die FPÖ 68
dringliche Fragen an Noch-Infrastrukturminister Werner Faymann
richtete, zog Vizekanzler Wilhelm Molterer (Rang fünf, 402 Nennungen)
Bilanz. Man habe gut zusammen gearbeitet und einiges weiter gebracht,
so der scheidende Vizekanzler. Auch Bundeskanzler Alfred Gusenbauer
(Rang vier, 466 Nennungen) verabschiedete sich vom Parlament. Er hat
kein Mandat und wird sich aus der Politik zurückziehen.
Weitere Neueinstiege in das aktuelle Top-30 Politikerranking:
Karlheinz Kopf, ÖVP (Rang acht, 256 Nennungen; Günther Kräuter, SPÖ
(Rang 15, 166 Nennungen); Fritz Neugebauer, ÖVP (Rang 16, 165
Nennungen); Norbert Darabos, SPÖ (Rang 17, 157 Nennungen); Hermann
Schützenhöfer, ÖVP (Rang 19, 148 Nennungen); Reinhold Lopatka, ÖVP
(Rang 22, 137 Nennungen); Laura Rudas, SPÖ (Rang 23, 136 Nennungen)
und Martin Bartenstein, ÖVP (Rang 27, 130 Nennungen).
Diese Woche finden sich im Ranking 16 PolitikerInnen der ÖVP und
zehn der SPÖ. Das BZÖ ist mit zwei Akteuren präsent, die FPÖ mit
einem. Die Grünen sind in dieser Woche nicht unter den Top-30
vertreten.
MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz
österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen
Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das
OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at/ kostenlos abrufbar.
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