MediaWatch / APA-OTS Politikportalanalyse

Die neue Regierung steht

Innsbruck / Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der meist genannten PolitikerInnen in den österreichischen Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (21. bis 27. November 2008) steht SPÖ-Chef Werner Faymann an erster Position. ÖVP-Obmann Josef Pröll belegt Rang zwei, Außenministerin Ursula Plassnik folgt auf Rang drei.

Nach 56 Verhandlungstagen haben sich SPÖ-Chef Werner Faymann (Rang eins, 1756 Nennungen) und der designierte VP-Obmann Josef Pröll (Rang zwei, 1492 Nennungen) am Sonntag auf die Bildung einer Großen Koalition geeinigt. Österreich wird nun in den nächsten fünf Jahren vom Regierungsteam Werner Faymanns und Josef Prölls regiert. Pröll zeigte sich nach Abschluss der Verhandlungen zufrieden darüber, dass sich SPÖ und ÖVP in der umstrittenen Europafrage aufeinander zu bewegt hätten. Auch Faymann ist über den Ausgang der Regierungsverhandlungen erleichtert.

Außenministerin Ursula Plassnik (Neueinstieg, Rang drei, 553 Nennungen) hingegen trat aus Protest über den Kompromiss zur EU-Volksabstimmungsfrage zurück. Plassnik hätte zwar der neuen Regierung angehören sollen, wollte jedoch den Koalitionskompromiss zu Europa nicht mittragen.

Am Montag haben SPÖ und ÖVP offiziell die Mitglieder der neuen Regierung vorgestellt. Neben Bundeskanzler Werner Faymann, Vizekanzler Josef Pröll, der auch das Finanzressort übernehmen wird, gibt es zwölf Minister und vier Staatssekretäre. Neben vielen bekannten Gesichtern werden darunter auch einige neue vertreten sein:
Der zweite Nationalratspräsident Michael Spindelegger (Neueinstieg, Rang 23, 136 Nennungen) folgt Ursula Plassnik als Außenminister nach. Der Burgenländer Nikolaus Berlakovich (Neueinstieg, Rang 18, 156 Nennungen) löst Josef Pröll als Landwirtschaftsminister ab. Richterin Claudia Bandion-Ortner (Neueinstieg, Rang sieben, 274 Nennungen) wird parteifreie Justizministerin, der bisherige ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer (Neueinstieg, Rang zehn, 236 Nennungen) wird SPÖ-Minister für Soziales und Arbeit. Der bisherige Chef der Gebietskrankenkasse Oberösterreich Alois Stöger (Neueinstieg, Rang zwölf, 215 Nennungen) wird SPÖ-Minister für Gesundheit, Reinhold Mitterlehner (Neueinstieg, Rang 13, 212 Nennungen) übernimmt das Wirtschaftsministerium. Ebenfalls neu in die Regierungsmannschaft sind Gabriele Heinisch-Hosek (Frauen, Beamte) und Josef Ostermayer (Kanzleramt, Medien).

Im Zuge der Nationalratssondersitzung, bei der die FPÖ 68 dringliche Fragen an Noch-Infrastrukturminister Werner Faymann richtete, zog Vizekanzler Wilhelm Molterer (Rang fünf, 402 Nennungen) Bilanz. Man habe gut zusammen gearbeitet und einiges weiter gebracht, so der scheidende Vizekanzler. Auch Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (Rang vier, 466 Nennungen) verabschiedete sich vom Parlament. Er hat kein Mandat und wird sich aus der Politik zurückziehen.

Weitere Neueinstiege in das aktuelle Top-30 Politikerranking:
Karlheinz Kopf, ÖVP (Rang acht, 256 Nennungen; Günther Kräuter, SPÖ (Rang 15, 166 Nennungen); Fritz Neugebauer, ÖVP (Rang 16, 165 Nennungen); Norbert Darabos, SPÖ (Rang 17, 157 Nennungen); Hermann Schützenhöfer, ÖVP (Rang 19, 148 Nennungen); Reinhold Lopatka, ÖVP (Rang 22, 137 Nennungen); Laura Rudas, SPÖ (Rang 23, 136 Nennungen) und Martin Bartenstein, ÖVP (Rang 27, 130 Nennungen).

Diese Woche finden sich im Ranking 16 PolitikerInnen der ÖVP und zehn der SPÖ. Das BZÖ ist mit zwei Akteuren präsent, die FPÖ mit einem. Die Grünen sind in dieser Woche nicht unter den Top-30 vertreten.

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at/ kostenlos abrufbar.

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