Spielerschutz bei Casinos Austria AG völlig unzureichend

Ex-Spieler verliert Schadenersatzklage

Wien (OTS) - Als Kläger der Casinos Austria AG gebe ich folgende Stellungnahme ab:

Mittels Verfahrenshilfe (vertreten durch Mag. Thomas Braun) habe ich leider erfolglos versucht meine innerhalb der Verjährungsfrist von drei Jahren erlittenen Spielverluste in der Höhe von 35.000 Euro von der Casinos Austria AG einzuklagen. Durchschnittsverdiener wie ich, die die Spielstätten der Casinos Austria AG 60 bis 70 Mal jährlich besuchen und im Monat durchschnittlich 1.000 Euro verlieren, sind weder durch das Glücksspielgesetz noch durch das Kontrollsystem der Casinos Austria AG und durch die österreichische Rechtsprechung geschützt. Dazu das Oberlandesgericht Wien wörtlich:"...kann von einer Verlustintensität, welche im Betrieb der Beklagten vernünftigerweise als auffällig wahrgenommen werden kann, nicht die Rede sein."

Da stellt sich für mich die Frage, wo hier ein tatsächlicher Spielerschutz sein soll? Glücksspielgesetz und Spielerschutz nur für Besucher, die 100.000e Euro verlieren (können)? Monatliche Casinoverluste von 1.000 Euro über Jahre hindurch sind zweifelsohne für die große Mehrheit der österreichischen Bevölkerung existenzgefährdend. Es ist daher eine Illusion zu glauben, dass die Casinos Austria AG ihre Besucher vor einem existenzgefährdenden Glücksspiel schützen kann oder will.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Thomas Braun, 1010 Wien, Tel.: 01 512 13 73

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