- 27.11.2008, 09:28:55
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LK Österreich zum Regierungsprogramm: Nationale Kofinanzierungen sichern
Wlodkowski: Bauern brauchen die volle Unterstützung von Bund und Länder
Wien (OTS) - "Die bäuerliche Interessenvertretung begrüßt das im
Regierungsprogramm formulierte Bekenntnis zu einer flächendeckenden,
nachhaltigen bäuerlichen Landwirtschaft sowie zur Gemeinsamen
Agrarpolitik (GAP). Ein zentraler Punkt zur Absicherung der
bäuerlichen Familienbetriebe in Österreich und im Besonderen des
Milchstandortes Österreich ist die Umsetzung des Milchpakets. Darüber
hinaus gilt es, eine Entlastung bei den Betriebsmittelkosten zu
erreichen. Hier ist positiv zu bewerten, dass sich die Regierung für
eine Erhöhung der Mineralölsteuerrückvergütung für Landwirte
einsetzen will. Für eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen
Raumes haben wir mit dem von Landwirtschaftsminister Josef Pröll
ausverhandelten Programm für Ländliche Entwicklung ("Grüner Pakt")
eine gute Basis und fordern daher von der neuen Regierung, dass Bund
und Länder diese Kofinanzierung künftig auch sicherstellen", erklärte
heute Gerhard Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer
Österreich, zum vorliegenden Regierungsprogramm 2008 bis 2013.
Die bäuerliche Interessenvertretung sieht in den Kapiteln "Land-
und Forstwirtschaft, Ländlicher Raum" sowie "Klima und Umwelt" eine
gute Basis für die Lösung der vielen Herausforderungen der kommenden
Jahre. Dies setze aber voraus, dass es der neuen Bundesregierung
gelingt, die finanzielle Bedeckung, die in vielen Punkten noch völlig
offen ist, auch sicherzustellen, wird betont. Zudem sind aus Sicht
der LK Österreich zentrale Themen wie etwa die Hauptfeststellung der
Einheitswerte und die Weiterführung der
Einkommenssteuer-Pauschalierung ein wesentlicher Teil des
Arbeitsprogramms der neuen Bundesregierung.
"Die jüngst beschlossene Überprüfung der GAP (Health Check) nimmt
nun doch etwas mehr Rücksicht auf die schwierigen Marktverhältnisse,
dennoch ist in der neuen Regierungsperiode einmal mehr auf die
Planbarkeit und Rechtssicherheit für die bäuerlichen Familienbetriebe
in Österreich zu achten, weil der Sektor Landwirtschaft einerseits
von überaus volatilen Agrarmärkten beeinflusst wird und auf der
anderen Seite nun auch negative Auswirkungen, ausgelöst durch die
Unsicherheit und Krise auf den Finanzmärkten, drohen. Österreichs
Bauern brauchen daher stabile Rahmenbedingungen und die volle
Unterstützung durch Bund und Länder, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu
stärken und in der Folge den Agrarstandort Österreich mit den rund
500.000 Arbeitsplätzen im vor- und nachgelagerten Bereichen
abzusichern", betonte Wlodkowski. (Schluss)
Rückfragehinweis:
LK-Pressestelle: Ludmilla Herzog,
Tel. 01/53441-8521,
E-Mail [email protected]
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