• 25.11.2008, 12:16:10
  • /
  • OTS0162 OTW0162

Grüne Wien: Widerstand gegen Naschmarktgarage

Protest gegen verkehrspolitisch sinnloses Projekt - Großgarage bedroht Naschmarkt

Wien (OTS) - Die Grünen Wien protestieren scharf gegen die jetzt
bekannt gewordenen Pläne für eine Tiefgarage unter dem
denkmalgeschützten Naschmarkt. "Hier geht es um eine
Richtungsentscheidung für Wien. Der Naschmarkt ist mit der U4 bestens
erreichbar. Es gibt keinen Grund, an dieser Stelle eine weitere teure
Großgarage zu graben", so Maresch. "Bekanntlich ziehen Garagen
zusätzlichen Verkehr an, anstatt die Parkplatzsituation zu
entschärfen."

Nach den jetzt bekannt gewordenen Plänen soll oberhalb des
Wien-Flusses eine Betondecke errichtet werden, auf der etwa 370 Autos
parken werden können. Das Vorprojekt des Projektwerbers wurde gestern
den Gremien der Bezirksvertretung Mariahilf vorgestellt.

Die Garage soll vom ehemaligen Verkehrsbüro (vis a vis der
Sezession), in dessen Bereich eine Einfahrt geplant ist, bis zur
U4-Station Kettenbrückengasse reichen. Eine 2. Einfahrt soll sich
nach dem Theater an der Wien (Höhe Schleifmühlgasse) befinden,
während die beiden Ausfahrten auf Höhe Laimgrubengasse und am
Flohmarkt geplant sind. Es soll 9 Ausgänge geben.

Die Kritik der Grünen im Detail: Zufahrtsrampen, Aufzüge und
Stiegenabgänge werden den Markt völlig verschandeln und Abgase aus
den Entlüftungsschächten die Luft noch mehr verpesten. "Außerdem
belegen Studien zweifelsfrei, dass neue Tiefgaragen im
innerstädtischen Bereich nur noch mehr Verkehr anziehen, vor allem
Garagen mit hohem Kurzparkeranteil - in der Naschmarktgarage sind 185
Kurzparkplätze vorgesehen", so Maresch.

Zusätzlicher Aspekt: Die Garage soll einige Meter über dem Wienfluss
in der so genannten "Überwölbung" errichtet werden. Da dadurch der
Querschnitt für den Fluss verkleinert würde, ist der Hochwasserschutz
nicht mehr gewährleistet. Im Falle eines Hochwassers würde nicht nur
die Garage komplett überschwemmt werden, sondern auch das angrenzende
Gebiet. Das 200-jährige Hochwasser am Kamp und an der Moldau in Prag
aus dem Jahr 2002 liefert ein anschauliches Beispiel. Die U-Bahn ist
in Gefahr und auch der Naschmarkt.

Die SP-Bezirksvorsteherin behauptet gegenüber Medien: "Eine
Tiefgarage unter dem Markt ist nicht nur den Kaufleuten, sondern auch
den Anrainern ein Anliegen." "Dies ist eine glatte Unwahrheit: Im
Bürgerbeteiligungsverfahren zur Neugestaltung des Naschmarktes kam
das Projekt gar nicht zur Sprache - und eine AnrainerInnen-Befragung
wurde auch nicht durchgeführt", so der
Bezirksvorsteherin-Stellvertreter der Grünen, Werner Haslauer.

Rückfragehinweis:
Pressereferat, 0664 831 74 49
http://wien.gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GKR

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel