- 25.11.2008, 11:35:19
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Telekom Austria Klimadialog 2008: Klimaschutz durch innovative IKT-Lösungen - Win-Win-Situation für Wirtschaft und Umwelt
Wien (OTS) - ExpertInnen aus Wirtschaft und Wissenschaft
diskutieren beim zweiten Telekom Austria Klimadialog über neueste
Entwicklungen und die Zukunft von Klimaschutz - Nachhaltigkeit gerade
in wirtschaftlich bewegtem Umfeld von besonderer Bedeutung - Moderne
Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) bieten enormes
Klimaschutzpotenzial - Telekom Austria engagiert sich
"Durch den Einsatz von modernen und innovativen
Telekommunikationstechnologien könnten jährlich in Europa bis zu 50
Millionen Tonnen CO2 Emissionen reduziert werden. Informations- und
Kommunikationstechnologien sind daher eine der Schlüsseltechnologien
für nachhaltiges Handeln", betonte Mag. Brigitte Schüßler, Leitung
Supply & Resource Management Telekom Austria TA AG, beim zweiten
Telekom Austria Klimadialog und stellte weiters fest: "Umweltschutz
ist nicht mit persönlichem Verzicht gleichzusetzen, sondern ist durch
eine Änderung des Lebensstils möglich. Und genau dabei kann der
Einsatz von IKT unterstützen, zum Beispiel wenn man auf einen
Langstreckenflug verzichtet und an wichtigen Meetings via
Videokonferenzen teilnimmt."
Insgesamt verfolgten 250 Gäste die Vorträge von internationalen
Experten und diskutierten gemeinsam Maßnahmen für den Klimaschutz.
Mit dem Klimadialog nimmt die Telekom Austria TA AG als eines der
größten österreichischen IKT-Unternehmen ihre Verantwortung wahr und
regt die Branche zum nachhaltigen Umdenken an. Denn gerade in einem
wirtschaftlich bewegten Umfeld sind alle Nachhaltigkeitsfaktoren zu
berücksichtigen, da die Optimierung des Ressourceneinsatzes auch
ökonomische Vorteile bringt. Somit ergibt sich durch nachhaltiges
Handeln eine Win-Win-Situation.
Prominente ExpertInnen: Klimaschutz durch Innovation
Auch Matthias Horx, Buchautor, Trend- und Zukunftsforscher des
Zukunftsinstituts Horx GmbH, betonte das Potenzial von neuen
Technologien: "Relevante Beiträge zum Klimaschutz sind durch
Innovationen zu erzielen - Informations- und
Kommunikationstechnologien sind die Grundlage dafür. Mit innovativen
Lösungen können wir alle einen enormen Beitrag zum Klimaschutz
leisten." Prof. Stefan Rahmstorf, Klimatologe am Potsdam-Institut für
Klimafolgenforschung (PIK) und Co-Autor des IPCC (Intergovernmental
Panel on Climate Change)-Reports geht von einem dringenden
Handlungsbedarf aus: "Der Klimawandel beschleunigt sich, die
CO2-Emissionen der Industriestaaten steigen nach wie vor. Umso
wichtiger ist es, dass Unternehmen ihre ökologische Verantwortung
wahrnehmen und zur Bewusstseinsbildung beitragen." Dr. Eveline
Steinberger, Geschäftsführerin Klima- und Energiefonds, DI Silva
Herrmann, Klimasprecherin Global 2000, und Dr. Franz Kössler,
Sendungsverantwortlicher für das ORF "Weltjournal", gaben weitere
Statements im Rahmen des Telekom Austria Klimadialogs 2008 ab.
Telekom Austria setzt auf interne Maßnahmen
Im vergangenen Jahr hat Telekom Austria mit dem Kimadialog 2007
eine Diskussion gestartet, um gemeinsam mit Wirtschaftstreibenden und
ExpertInnen die notwendigen Parameter für eine erfolgreiche
Klimawandel-Strategie zu erörtern. Seitdem wurden im Unternehmen
zahlreiche Maßnahmen gesetzt. Eine vom Telekom Austria TA AG-Vorstand
im Juni 2008 beschlossene Energiepolitik definiert Grundsätze
nachhaltiger Energienutzung. Voraussetzung dafür schafft das laufende
Identifizieren, Messen und Monitoren aller größeren Emissionen, die
direkt oder indirekt im Zusammenhang mit dem Kerngeschäft stehen. Um
die strategische Ausrichtung der Maßnahmen zu gewährleisten, wurde
dafür die Organisationseinheit "Energiemanagement" geschaffen. "Eine
nachhaltige Konzeption im Energieeinsatz wirkt nicht allein
emissionsmindernd und damit klimafreundlich, sie wirkt auch
kostensenkend und stärkt damit die Wettbewerbsfähigkeit unseres
Unternehmens. So können wir einerseits mit organisatorischen
Maßnahmen den Klimaschutz forcieren, andererseits können wir mit
interner Kommunikation das Umweltbewusstsein der Mitarbeiter
steigern", erklärt Brigitte Schüssler.
In den Rechenzentren von Telekom Austria sorgen beispielsweise
Außenluftkühlung und modulare Kühlsysteme für bestmögliche
Energieeffizienz, wobei neue technologische und ökologische
Erkenntnisse in Planung oder Adaptierung einfließen. Es ist geplant,
bis Ende 2012 "Green IT" zu forcieren und die Energieeffizienz in
Technikräumen und in den Rechenzentren von Telekom Austria um
insgesamt 10 % zu steigern. So bringen erste Maßnahmen wie
Kaltwasser-Klimaschränke, wassergekühlte Racks und eine optimierte
Wärmedämmung im neu gestalteten Technologiezentrum im Grazer Bezirk
Gries eine jährliche Einsparung von ca. 377.000 kWh an Wärmeenergie
beispielsweise 68 Tonnen CO2. Zudem sind beim technischen
Kundendienst von Telekom Austria seit heuer Erdgasautos im Einsatz.
Diese Fahrzeuge stoßen 20 bis 30 % weniger CO2 aus und vermeiden 90 %
der Schadstoffe, die für das bodennahe Ozon verantwortlich sind.
Durch interne Informationskampagnen wie der
"Stop-Standby-Initiative" oder "Spritsparmeister" werden Telekom
Austria MitarbeiterInnen zusätzlich zum bewussten Umgang mit Energie
motiviert. Im Rahmen der "Stop-Standby-Initiative" wurden
beispielsweise Steckdosenleisten für EDV-Bürogeräte zur Verfügung
gestellt. So haben MitarbeiterInnen die Möglichkeit, durch
Herunterfahren ihres Rechners und Abschalten ihrer Peripheriegeräte
mit der Steckdosenleiste ca. 1.540 MWh Strom bzw. ca. 185.000 Euro
pro Jahr zu sparen und die CO2-Freisetzung durch EDV-Geräte um rund
ein Drittel zu verringern.
Statt Straßenverkehr umweltschonender Datenverkehr
Aktiver Klimaschutz gehört zu den globalen Herausforderungen des
21. Jahrhunderts. Beispielsweise entfallen laut World Resources
Institute allein rund 32 % des globalen CO2-Ausstoßes auf die
Erzeugung von Strom. Energie ist damit der größte Einflussfaktor beim
Klimaschutz überhaupt.
Auch Informations- und Kommunikationstechnologien sind
energieintensiv. Laut einer Gartner-Studie aus dem Jahr 2007 ist die
IKT-Branche für rund 2 % des weltweiten CO2-Austoßes verantwortlich.
Erst dieser Tage veröffentlichte Gartner mit dem WWF (World Wildlife
Fund) eine neue Analyse und belegt darin, dass innovative Umwelt- und
Klimaführerschaft der IKT-Branche enorme Chancen bringen.
Gleichzeitig liegt in diesem Bereich großes Klimaschutzpotenzial,
denn die IKT-Services können laut Berechnungen von ETNO (European
Telecommunications Network Operators Association) und dem WWF mit
ihren Produkten und Services wesentlich zur Verringerung des
CO2-Aufkommens beitragen. Allein in Europa ist durch den Einsatz
innovativer Technologien ein Einsparungspotenzial in der Höhe von 50
Mio. Tonnen jährlich möglich. Bereits die Nutzung von rein
elektronischen Rechnungen, wie sie Telekom Austria ihren Kunden
anbietet, liefert großes Einsparungspotenzial: Allein der Umstieg von
10 Mio. Kunden auf Online-Rechnung könnte den CO2-Ausstoß um ca.
10.000 Tonnen verringern. Auch eine Flexibilisierung des Arbeitsortes
hat enorme Wirkung auf das Klima. Was das für Österreich bedeuten
könnte, errechneten die ExpertInnen des Verkehrsclubs Österreich
(VCÖ): In Österreich gibt es rund 1,43 Mio. AutopendlerInnen, die
täglich ca. 10.300 Tonnen CO2 produzieren. Würden davon 100.000
Personen nur einmal pro Woche von zu Hause arbeiten, ließen sich
damit rund 700 Tonnen CO2 vermeiden.
Rückfragehinweis:
Telekom Austria Group
Konzernsprecherin
Mag. Elisabeth Mattes
Tel: +43 664 3312730
mailto:[email protected]
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