- 24.11.2008, 14:38:45
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Rechtsanwaltschaft freut sich auf Zusammenarbeit mit Justizministerin Bandion-Ortner
ÖRAK-Präsident Benn-Ibler: "Es ist erfreulich, dass mit Claudia Bandion-Ortner eine anerkannte Expertin aus der Praxis nominiert wurde."
Wien (OTS) - Die österreichische Rechtsanwaltschaft freut sich auf
die Zusammenarbeit mit Mag. Claudia Bandion-Ortner als Nachfolgerin
von Dr. Maria Berger für die kommende Legislaturperiode an der Spitze
des Bundesministeriums für Justiz. "Besonders erfreulich ist, dass
eine anerkannte Expertin aus der Praxis für diese verantwortungsvolle
Funktion gewonnen werden konnte", meint Dr. Gerhard Benn-Ibler,
Präsident des Österreichischen Rechtsanwaltskammertages (ÖRAK).
Gleichzeitig bedankt sich der ÖRAK-Präsident bei der scheidenden
Bundesministerin für die stets gute und professionelle Zusammenarbeit
während der letzten beiden Jahre. "Unter Maria Berger wurden einige
wichtige, rechtspolitische Weiterentwicklungen in Angriff genommen,
dies spiegelt sich auch im aktuellen Regierungsprogramm wider", so
Benn-Ibler.
So finden unter dem Kapitel Justiz zahlreiche Projekte
Berücksichtigung, deren Entwicklung von der Rechtsanwaltschaft stets
begrüßt und gefordert wurde. "Zentrale Forderungen der Rechtsanwälte
wie etwa ein Modell der Gruppenklage und die wirtschaftlich
notwendige GmbH-Reform sind ebenso Bestandteil des
Regierungsprogramms wie eine zeitgemäße Modernisierung des
Familienrechts und eine Reform der Geschworenengerichtsbarkeit", so
Benn-Ibler. "Auf die neue Justizministerin warten also zahlreiche
wichtige Punkte, an denen der Hebel anzusetzen ist", ergänzt
Benn-Ibler, "die österreichische Rechtsanwaltschaft ist wie bereits
in der Vergangenheit gerne dazu bereit, aktiv an der Bewältigung
offener Problemfelder mitzuwirken." Jedenfalls sollte so bald als
möglich mit der Fertigstellung dieser justizpolitischen Baustellen
begonnen werden.
"Auch unter der neuen Führung wird das Justizministerium mit
Sicherheit nicht zum Spielball politischer Kräfte werden, sondern ein
eigenständiger, transparenter Eckpfeiler unseres Rechtsstaates
bleiben", befindet Benn-Ibler abschließend, "dafür stehen sowohl die
neue Ressortchefin selbst als auch die vielen verdienten Mitarbeiter
des Hauses sowie die Rechtsanwaltschaft als wachsamer, unabhängiger
und profunder Beobachter."
In Österreich gibt es 5300 Rechtsanwälte, rund sechzehn Prozent
davon sind Frauen. Rechtsanwälte sind bestausgebildete und
unabhängige Rechtsvertreter und -berater, die nur ihren Klienten
verpflichtet und verantwortlich sind. Primäre Aufgabe ist der Schutz,
die Verteidigung und die Durchsetzung der Rechte Einzelner. Dritten
gegenüber sind Rechtsanwälte zu absoluter Verschwiegenheit
verpflichtet, womit auch eine völlige Unabhängigkeit vom Staat
gewährleistet wird. Vertreten werden die Rechtsanwälte durch die
Rechtsanwaltskammern in den Bundesländern sowie durch den
Österreichischen Rechtsanwaltskmmertag, ÖRAK, mit Sitz in Wien.
Rückfragehinweis:
Österreichischer Rechtsanwaltskammertag
Bernhard Hruschka Bakk., Tel.: 01/535 12 75-15
[email protected], www.rechtsanwaelte.at
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