- 21.11.2008, 12:02:36
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Neuer Fahrplan: Pendlerwünsche nicht überall berücksichtigt
AKNÖ-Forderungen: ÖBB versprechen Reparaturen in letzter Sekunde
Wien (AKNÖ) -
"Beim neuen ÖBB-Fahrplan halten sich Verbesserungen und
Verschlechterungen die Waage", hofft AKNÖ-Vizepräsidentin Brigitte
Adler auf das "Ausmerzen der ärgsten Schnitzer in letzter Sekunde bis
zum 14. Dezember". Besonders betroffen sind Verbindungen in die
Schulstadt Mistelbach, der Frühverkehr auf der Nordbahn, Züge ins
Traisental und schlechtere Verbindungen südlich von Wiener Neustadt.
Auf den meisten Regionalbahnstrecken müssen sich Pendler und Schüler
auf zum Teil stark geänderte Abfahrtszeiten ihrer gewohnten Züge
einstellen. "Wir bekommen sehr viele Anrufe, weil es bisher nur eine
unzureichende Information über die Änderungen gibt", sagt
AKNÖ-Verkehrsexperte Thomas Kronister. Nach neuestem Stand müssen
SchülerInnen, die in Mistelbach höhere Schulen besuchen, pro Woche
mit 3 Stunden 10 Minuten längeren Schulwegen durch zusätzliche
Wartezeiten rechnen. Kronister: "Die SchülerInnen brauchen die Zeit
zum Lernen, nicht zum Herumsitzen auf den Bahnhöfen." Die ÖBB sagten
allerdings doch noch einen Ersatzzug aus Wolkerdorf in die Schulstadt
Mistelbach zu.
Nordbahn: 2 S-Bahn-Züge in der Stoßzeit gestrichen
Besonders hart sind SchülerInnen und Pendler in den Nordbahngemeinden
Strasshof, Schönkirchen-Reyersdorf und Helmahof von den Streichungen
betroffen. Ausgerechnet in der Morgenspitze wird es ab 15. Dezember
nur noch alle halben Stunden eine Fahrtmöglichkeit nach Wien geben.
Thomas Kronister: "Zwei ganz wichtige S-Bahnen um 7 und 8 Uhr werden
ersatzlos gestrichen. Bei Zugausfällen und Verspätungen für viele
eine Katastrophe."
Halbierung der Verbindungen ins Traisental
Bei der AKNÖ trafen auch Beschwerden über eine Ausdünnung der
Verbindungen von Wien bzw. St. Pölten ins Traisental ein. Sowohl für
Schüler in der Früh, als auch für Berufstätige am Abend haben sich
die Anschlüsse und Fahrzeiten Richtung Lilienfeld spürbar
verschlechtert.
Beschwerden aus Gloggnitz, Ternitz, Leobersdorf und Mödling
Durch Entfall von sehr früh beziehungsweise spätabends verkehrenden
Zügen wäre es auch für zahlreiche SchichtarbeiterInnen aus Gloggnitz
nicht mehr möglich, per Bahn Richtung Wiener Neustadt zu kommen. Das
betrifft zum Beispiel Großunternehmen wie Lindt & Sprüngli. Die
großen Lücken im neuen Fahrplan betreffen auch die Beschäftigten bei
der EVN und bei Battenfeld. Thomas Kronister: "Es soll in letzter
Minute noch Anpassungen an die Schichtzeiten in Gloggnitz geben."
Rückfragen: AKNÖ-Experte Thomas Kronister, Tel. 05-7171-1191.
Rückfragehinweis:
AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (01) 58883-1247
mailto:[email protected]
http://noe.arbeiterkammer.at
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