- 21.11.2008, 11:07:52
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"Rot-schwarze Geschichten": Doris Bures und Karlheinz Kopf "Im Klartext" am 26. 11. im RadioKulturhaus und live in Ö1
Wien (OTS) - Sie wollen den Streit der letzten Jahre vergessen
machen. Sie wollen Österreich schadlos durch die Wirtschaftskrise
dirigieren. Sie wollen neu regieren. Aber wer soll SPÖ und ÖVP das
noch glauben? Warum soll die Große Koalition plötzlich funktionieren
und zum Problemlöser werden? In der aktuellen Ausgabe von "Im
Klartext!" am Mittwoch, den 26. November im RadioKulturhaus
diskutieren bei Klaus Webhofer die Koalitionsverhandler Doris Bures
(SPÖ) und Karlheinz Kopf (ÖVP). Das Gespräch wird ab 18.30 Uhr live
in Ö1 übertragen.
Es ist höchste Zeit für eine funktionierende Bundesregierung. Das
finden nicht nur Zeitungskommentatoren, Oppositionspolitiker,
Wirtschaftstreibende und Sozialpartner, sondern auch und vor allem
die Mehrzahl der Österreicherinnen und Österreicher.
Wie es aussieht, versuchen es SPÖ und ÖVP also wieder miteinander
- die handelnden Personen an der Spitze sind neu, und eigentlich hat
man ja auch schon ein paar Dinge auf die Beine gestellt: Ein
Konjunktur- und Bankenprogramm (mit dem so mancher Ökonom, aber auch
die EU-Wettbewerbskommission nicht einverstanden ist) wurde im
Vormonat abgesegnet, eine konkrete Steuerentlastung ist ebenfalls
unter Dach und Fach. Dennoch ist von einer Aufbruchsstimmung à la
Obamas "Yes, we can" in Österreich herzlich wenig zu merken.
Zu tief sitzen in beiden Parteien Ärger und Frust über die
abgelaufene, wenig ergiebige rot-schwarze Regierungszeit, zu sehr
reduzieren sich die Koalitionsverhandlungen auf individuelle
Befindlichkeiten: Bestes Beispiel ist das jüngste
"Frage-Antwort-Spiel" zwischen Josef Pröll (ÖVP) und Werner Faymann
(SPÖ). Manche fühlten sich gefrotzelt, nach dem Motto: "Worüber hat
man denn bitteschön in den letzten Wochen verhandelt, wenn jetzt erst
die essenziellen Fragen kommen?". Auch Faymanns Antworten auf die
Pröll-Fragen waren bloße Allgemeinplätze. Die öffentliche Fehde
zwischen den Chefverhandlern wurde daher von vielen Seiten als
Inszenierung beurteilt. Werden SPÖ und ÖVP besser regieren als
verhandeln?
Gefragt wäre nicht das Wälzen von Problemen, sondern das Finden
von Lösungen: Die Finanzkrise macht vor Österreich keinen Halt und
stellt das Land vor massive Arbeitsplatzprobleme (etwa bei Post und
Telekom), die Krankenkassen rechnen allein heuer mit einem Defizit
von über 200 Millionen Euro, das österreichische Bildungssystem steht
im internationalen Vergleich nachweislich schlecht da, und auch die
Rollenverteilung zwischen Bund und Ländern gehört überarbeitet. Viel
zu tun also - SPÖ und ÖVP kündigen (wieder einmal) einen neuen
Gesprächsstil an, wollen regieren, verändern, verbessern. Allein, wer
soll den Großparteien das noch glauben? Warum soll die Große
Koalition nun plötzlich funktionieren und zum Problemlöser werden?
Zwei Personen, die zum Erfolg beitragen sollen, sind Doris Bures
und Karlheinz Kopf. Bures kam nach der Wahl 1999 und dem Scheitern
von Viktor Klima in die Bundespolitik: Ihr Jugendfreund Alfred
Gusenbauer machte Bures zur SPÖ-Bundesgeschäftsführerin - eine
Position, in der sie ihre organisatorischen und strategischen Stärken
ausspielen konnte. 2007 wurde Bures Frauenministerin, blieb es aber
nur knapp eineinhalb Jahre lang - im Frühsommer 2008 fiel Bures der
SPÖ-Führungskrise zum Opfer und musste zurück ins Parteisekretariat.
Nun hat die treue Doris Bures eine neue Aufgabe: Sie ist als
Regierungskoordinatorin die Nachfolgerin von Werner Faymann und wird
auch als Fixkandidatin für Faymanns bisheriges Ministerressort
Verkehr und Infrastruktur gehandelt.
Der Vorarlberger Karlheinz Kopf, der zuletzt gar als möglicher
neuer ÖFB-Präsident gehandelt wurde, ist ein klassischer
Wirtschaftspolitiker: in den 80ern und 90ern Personalchef zweier
Textilunternehmen und Gemeinderat, ab 1994 Nationalratsabgeordneter
sowie Energie- und Umweltsprecher, seit 2000 Generalsekretär des
Wirtschaftsbundes. Kopf ist Mitglied des ÖVP-Verhandlungsteams und
könnte als Klubobmann die ÖVP-Parlamentsfraktion in der Großen
Koalition anführen.
"Im Klartext! - Doris Bures und Karlheinz Kopf zu Gast bei Klaus
Webhofer" findet am Mittwoch, den 26. November im RadioKulturhaus
statt und wird live in Ö1 übertragen. Beginn ist um 18.15 Uhr,
Eintritt: 5 Euro; für RadioKulturhaus-Vorteilskarten-Besitzer und
Ö1-Clubmitglieder ist der Eintritt frei (Reservierung unter Tel. 501
70 377), Pressekarten unter Tel. 501 01-18175.
Weitere Informationen zum Programm des RadioKulturhauses gibt es
auf der Homepage http://radiokulturhaus.ORF.at oder über das
Kartenbüro (Tel. 01/501 70-377). Mehr zum Programm von Österreich 1
ist unter http://oe1.ORF.at abrufbar.(hb)
Rückfragehinweis:
ORF Radio Öffentlichkeitsarbeit
Barbara Hufnagl
Tel.: (01) 501 01/18175
mailto:[email protected]
http://radiokulturhaus.ORF.at
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