• 21.11.2008, 10:33:45
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Razborcan: Jahrzehntelange Vogel-Strauß-Politik beim öffentlichen Verkehr holt VPNÖ ein

Pröll und Gabmann die letzten Jahre auf Tauchstation

St. Pölten, (SPI) - "Man muss sich wirklich fragen, wo denn die
beiden NÖ-Verkehrsverantwortlichen, Landesverkehrsreferent Pröll und
LHStv. Gabmann die letzten Jahre zu Hause waren. Die Initiative der
VPNÖ-Landtagsfraktion betreffend eines gestern eingebrachten
Dringlichkeitsantrages zu den Verschlechterungen im öffentlichen
Verkehr in Niederösterreich kommt ja praktisch einem
‚Misstrauensantrag’ der VPNÖ-Fraktion gegen ihren Landeshauptmann und
gegen ihren Landeshauptmann-Stellvertreter gleich", kommentiert der
Verkehrssprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Gerhard Razborcan,
die "Scheininitiative" der VPNÖ.****

Ein attraktiver öffentlicher Nahverkehr ist wichtiger denn je. Für
den Klimaschutz, für die Umwelt, für die Lebensqualität in den
Städten und Gemeinden sowie für die einfach notwendige Mobilität, die
auch seitens der Wirtschaft von den ArbeitnehmerInnen eingefordert
wird. "Für die SchülerInnen und der PendlerInnen ist ein attraktives
und dichtes Angebot einfach notwendig. Leider fand diese Wertigkeit
bei der VPNÖ die letzten Jahre keine Beachtung. Mit ihrem Zutun
wurden in den letzten Jahren der Schüssel-Regierungen in
Niederösterreich Dutzende Nebenbahnen und Bahnstrecken zugesperrt,
Buslinien aufgelassen, Fahrpläne zurückgestutzt und die ländlichen
Regionen immer mehr vom öffentlichen Verkehr abgenabelt. Das ist die
Bilanz der VPNÖ mit ihren Verkehrsverantwortlichen", so Razborcan
weiter.

"Und nun entdeckt die VPNÖ wieder die Bahn und die Interessen der
Pendler? Das ist absurd und kann nur als Ablenkungsmanöver von ihrer
langjährigen Untätigkeit gewertet werden. Warum haben sich Pröll und
Gabmann nicht schon von Beginn an in die Fahrplanerstellung des neuen
Winterfahrplans der ÖBB eingebunden, wo bleibt denn die Mitwirkung
der Verantwortlichen in der Verkehrsabteilung des Landes
beispielsweise im Verkehrsverbund Ostregion (VOR)? Waren die nur
nicht dabei oder gar nicht interessiert am neuen Fahrplan, der völlig
zu Recht zu massiven Protesten der Bevölkerung führt", stellt
Razborcan die Frage in den Raum.

"Während sich die VPNÖ also nur in Ablenkungsmanövern übt, hat
Konsumentenschutzreferent LHStv. Dr. Sepp Leitner bereits eine
Pendlerhotline installiert, die, folgt man aktuellen Medienberichten,
bei den ÖBB bereits zu einem ‚positiven Nachdenken’ geführt hat. Die
SPNÖ hat längst gehandelt, die VPNÖ hinkt wieder einmal nach und
glaubt, Verantwortung abschieben zu können. Das wird so nicht
funktionieren - arbeiten für die Pendlerinnen und Pendler ist
gefragt, nicht Untätigkeit und parteipolitisches Taktieren, wie die
VPNÖ dies macht", so Razborcan, der zudem auf eine aktuelle
‚Anfragebeantwortung von LHStv. Gabmann zum Bahnverkehr im
Weinviertel verweißt. "In dieser sprach der VP-Politiker davon, dass
der derzeitige Fahrplan auf der S 2 ein ‚Optimum darstellt, sodass
derzeit kein Anlass gegeben ist, den Verkehrsdienstvertrag mit den
ÖBB zu ändern’ - und das mit Datum 14. Oktober 2008. Ich weiß nicht,
welchen Fahrplan LHStv. Gabmann gelesen hat - aber sicher nicht den
neuen auf der S 2, obwohl dies ja eigentlich seine Verantwortlichkeit
gewesen wäre", so Razborcan.
(Schluss) fa

Rückfragehinweis:

SPÖ-NÖ-Landtagsklub
   Mag. Andreas Fiala
   Pressesprecher
   Tel: 02742/9005 DW 12794
   Mobil: 0664 20 17 137
   mailto:[email protected]

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