• 21.11.2008, 08:47:33
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ANSCHOBER: Entwarnung - In OÖ keine radioaktiv verstrahlten Liftknöpfe

Rasche Überprüfung der OTIS-Aufzüge in Oberösterreich zeigt, hier gibt es keine radioaktiv kontaminierten Knöpfe in den Aufzügen.

Linz (OTS) - International sorgt das Problem mit radioaktivem
Material seit Wochen für Aufsehen: Oberösterreich hat sofort darauf
reagiert und alle 29 Verdachtsfälle geprüft.

"Durch die rasche und unbürokratische Überprüfung aller
OTIS-Aufzüge im Auftrag der Umweltabteilung des Landes Oberösterreich
wissen wir, dass sich in Oberösterreich keine radioaktiv
kontaminierten Druckknöpfe in den Aufzügen der Firma OTIS befinden.
Damit kann zumindest für Oberösterreich Entwarnung gegeben werden",
so der Umweltlandesrat Rudi Anschober. Selbst wenn auch im Falle
einer Kontaminierung keine unmittelbare Gefahr ausgeht, muss das
Problem mit radioaktivem Material gelöst werden.

International sorgt das Problem mit radioaktiven Abfällen, die in
neuen Produkten auftauchen, für Schlagzeilen. So schrieb
beispielsweise die "Süddeutsche Zeitung" (Ausgabe 8./9.11.2008) über
die strahlenden Knöpfe der Firma OTIS: "... Der Weg, auf dem die
strahlenden Bauteile in die Aufzugspaneele von Otis kamen, ist
beeindruckend. Die Knöpfe stammen aus Indien, wo eine radioaktive
Strahlenquelle im Altmetall gelandet sein muss und eingeschmolzen
wurde. Aus dem Metall entstanden die Liftknöpfe..."

Das indische Ausgangsmaterial (Edelstahl, der vermutlich durch die
Einschmelzung einer Co-60-Strahlenquelle radioaktiv kontaminiert
wurde) ist von der französischen Firma Mafelec zu Druckknöpfen für
Aufzüge verarbeitet worden. In Oberösterreich wurden 29
Aufzugsanlagen von der Firma Otis errichtet, bei denen die Gefahr
einer Kontaminierung bestand. Deren 332 Druckknöpfe wurden bereits
überprüft. Das erfreuliche Ergebnis: sie weisen keine radioaktive
Kontaminierung auf.

LR Anschober: "Die Firma Otis, die keinerlei Verschulden trifft,
ist nur ein Beispiel für eine mittlerweile weltweite Problematik
einer schleichenden illegalen Entsorgung von radioaktiven Substanzen
durch Verarbeitung in Produkte. Nun müssen unverzüglich Maßnahmen
gegen den internationalen Transport von radioaktiven Materialien
getroffen werden. Hier ist der Bund und die Europäische Union
gefordert. Die Kontrollen in diesem Bereich müssen verstärkt und
belastetes Material muss bereits an den Grenzen abgefangen werden."

Laut Internationaler Atomenergiebehörde (IAEA) sind alleine
zwischen Juni 2007 und Juni 2008 insgesamt 250 Fälle von verloren
gegangenem radioaktiven Material bekannt geworden. In den USA sind
nach Angaben der IAEA seit 1996 rund 1500 (!) Strahler verschwunden.
In der Datenbank der Wiener Atombehörde befinden sich bereits 1340
bestätige Fälle über den illegalen Umgang mit radioaktiven Stoffen,
so die Information der "Süddeutschen Zeitung".

Rückfragehinweis:

Büro Landesrat Rudi Anschober
   Mag. Rudi LEO
   Pressesprecher
   Tel: +436648299969
   mailto:[email protected]
   Promenade 37
   4020 Linz
   www.anschober.at

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