• 20.11.2008, 16:05:00
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"KURIER"-Kommentar von Karin Leitner: "Die Übergangslösung"

Jörg Haiders politisches Erbe wird bundesweit bald verspielt sein.

Wien (OTS) - Nach der Übergangslösung Stefan Petzner gibt es die
Übergangslösung Herbert Scheibner im BZÖ. Bis zum Parteitag im April
führt dieser die Geschäfte. Dann soll eine Dauerlösung her.
Infrage kommen nur zwei Orange aus Kärnten, dem bisher einzig
relevanten Bundesland für die einstigen Blauen: der dortige Obmann
Uwe Scheuch und der Chef der Parlamentstruppe, Josef Bucher. Dieser
fährt einen rechtsliberalen Kurs, er ist ein moderater Sachpolitiker.
Scheuch ist ein klassischer Haiderianer - populistisch, in der
Wortwahl nicht zimperlich. Dem Rivalen Strache würde er eher Paroli
bieten. Damit hat er bessere Chancen, das BZÖ zu befehligen.
Aber so sehr sich Scheuch auch bemüht, Haider zu imitieren, an
seinen ehemaligen Meister kommt er nicht heran. Erst recht nicht
gelingt das Gerhard Dörfler, Haiders Nachfolger als Landeshauptmann.
Er ist bis dato lediglich mit schlichten Sprüchen und Eigenlob
aufgefallen - selbst bei seiner Rede zu Haiders Begräbnis.
Wegen der schwachen Gegner werden die Orangen bei der Kärntner
Wahl dennoch Stimmenstärkste bleiben. Bundesweit sieht es hingegen
schlecht für Haiders Erben aus. Es wird sich alsbald zeigen, dass das
BZÖ nur eine Übergangslösung in der Parteienlandschaft war.

Rückfragehinweis:
KURIER
Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
[email protected]
www.kurier.at

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