GLOBAL 2000 vermisst klare Aussagen von SPAR in der Streptomycin-Debatte

Viele Fragen beim AMA-Gütesiegel offen

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 begrüßt die von SPAR bekundete ablehnende Haltung gegenüber Antibiotika in der Obstproduktion. Wenn aber in der Praxis stillschweigend Antibiotika-behandelte Produkte, wie in Tirol und Vorarlberg, in den Regalen landen, sind das kaum mehr als Lippenbekenntnisse.

Verwundert zeigt sich GLOBAL 2000 über die Aussage von SPAR, dass das AMA-Gütesiegel eine Antibiotika-freie Produktion garantiere, zumal diese im Widerspruch zu den eigenen Aussagen der AMA steht. Diese gab im Frühjahr bekannt, dass auch Äpfel aus Antibiotika-behandelten Kulturen das AMA-Gütesiegel erhalten, sofern keine Antibiotika-Rückstände auf dem Obst nachweisbar sind. Hier erwartet sich GLOBAL 2000 auch von der AMA eine klare Position, wie sie im Lichte der neuen Erkenntnisse über Antibiotika-Rückstände im Obst das AMA-Gütesiegel in Zukunft handhaben möchte.

GLOBAL 2000 vermisst außerdem eine klare Aussage über die zukünftige Konzernpolitik von SPAR. Plant die Handelskette auch im kommenden Jahr, Obst zu vermarkten, das potenziell mit Antibiotika-Rückständen belastet ist oder verpflichtet sie sich nur Äpfel aus Antibiotika-freier Produktion zu vermarkten?

Der Einsatz von SPAR für alternative Bekämpfungsmethoden gegen Feuerbrand und für eine finanzielle Entschädigung der betroffenen Landwirte findet volle Unterstützung von GLOBAL 2000. Denn nur ein ganzheitlicher Ansatz, der auf alternative Bekämpfungsmethoden setzt und auf Antibiotika verzichtet, wird für die Landwirte langfristig die beste Strategie gegen den Feuerbrand sein.

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