Zwanzig Jahre St. Anna Kinderkrebsforschung

Wien (OTS) - 'In den letzten zwanzig Jahren ist es uns gelungen,
die Überlebensrate von Kindern mit Krebs auf mehr als 75 Prozent anzuheben. Dieser Erfolg ist auch ein Verdienst der intensiven Forschungsarbeit,' erklärte Prof. Dr. Helmut Gadner, Leiter der St. Anna Kinderkrebsforschung und des St. Anna Kinderspitals, bei der Pressekonferenz zum zwanzigsten Geburtstag des Forschungsinstitutes.

Warum war es nötig, ein Forschungsinstitut zu etablieren? Nach der Einführung von Therapie-Optimierungs-Protokollen innerhalb nationaler und internationaler Kooperationen stiegen die Heilungsraten der vorher zum Großteil als unheilbar betrachteten Krebserkrankungen bei Kindern innerhalb weniger Jahre von etwa 35 auf 70 Prozent. Auf dieser Basis gründete man ein Dokumentations- und Studienzentrum im St. Anna Kinderspital. "Die bestmögliche Therapie kann nur innerhalb der qualitätsgesicherten Strukturen von Studienplattformen gewährleistet werden", so Univ. Doz. Dr. Ruth Ladenstein, Leiterin der Gruppe Studien und Statistik und Ärztin am St. Anna Kinderspital.

Bald wurde klar, dass weitere Fortschritte nur durch Einblicke in die Biologie der Krebszellen gelingen, um daraus Erkenntnisse für eine individuell angepasste Therapie abzuleiten.

"Krebserkrankungen bei Kindern unterscheiden sich wesentlich von Tumoren bei Erwachsenen", so Doz. Dr. Heinrich Kovar, wissenschaftlicher Direktor am Institut. "Neben der Grundlagenforschung ist die Begleitforschung zur Abstimmung der Therapie auf den zu erwartenden Krankheitsverlauf unsere wesentliche Aufgabe."

"In den vergangenen zwanzig Jahren ihres Bestehens hat die St. Anna Kinderkrebsforschung hohes Ansehen erlangt und zählt hier weltweit zu den führenden Institutionen", so Prof. Dr. Stephan Ladisch, wissenschaftlicher St. Anna Berater. Das Institut nimmt immer wieder eine Führungsrolle bei internationalen Kooperationsprojekten ein und setzt neue Standards für die Krebstherapie bei Kindern und Jugendlichen.

Seit zwanzig Jahren finanziert sich die St. Anna Kinderkrebsforschung primär durch Spenden, die steuerlich absetzbar sind. Im Rahmen des EU-Projektes "Forschen heilt Krebs" setzen die St. Anna Forscher Aktionen, um die Erfolge der Kinderkrebsforschung öffentlich zu kommunizieren. Weiters wird die Dringlichkeit der kontinuierlichen Unterstützung mit Spenden für weitere Therapie-Verbesserungen transparent gemacht. Ziel ist es, Nicht-Betroffene zu sensibilisieren und Betroffenen Mut zu machen.

http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=52&dir=200811&e=20081119_a&a=event

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Elisabeth Tax, Sandra Brezina-Krivda
Tel.:(+431)40470-4400, www.ccri.at, www.forschenheiltkrebs.at
elisabeth.tax@ccri.at, sandra.brezina@ccri.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | EVT0001