• 19.11.2008, 11:32:17
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Flimm über seinen Vertrag und das Salzburger Schauspiel.

Wien (OTS) - "Wenn ich nur noch die beiden Jahre bis 2011 bleibe,
übernehme ich das Schauspiel selbst. Wenn ich länger bleibe, gibt es
sicher einen Schauspielchef." So skizziert Salzburgs
Festspielintendant Jürgen Flimm in der morgen erscheinenden
NEWS-Ausgabe seine Vorstellungen von der Zukunft des Festivals.
Flimms Vertrag endet wie der aller Festspielspitzen nach dem Sommer
2011, doch haben Markus Hinterhäuser (Konzert) und Thomas Oberender
(Schauspiel) die Option, schon 2009 zu quittieren.

Im Falle Oberenders wird das auch stattfinden, denn er selbst hat
die entsprechenden Fakten geschaffen. Flimm in NEWS: "Ich bin
überhaupt nicht böse mit ihm. Aber er wollte Intendant in Bochum
werden und war schon unter den beiden Letztverbliebenen. Die
Entscheidung hat sich bis in den November verschoben. Da konnte ich
seriöserweise nicht länger zuwarten, habe das Programm für 2010
skizziert und Gespräche mit Künstlern geführt. Oberender hätte die
Saison zu Ende gemacht und wäre dann zur Vorbereitung nach Bochum
gegangen." Oberender fiel allerdings durch und müsste im Falle seines
Verbleibs nun die Planung Flimms exekutieren.

Das weitere Procedere der Vertragsangelegenheiten schildert in
NEWS Wilfried Haslauer (VP), derzeit Vorsitzender des
Festspielkuratoriums: Er selbst wird umgehend mit Präsidentin
Rabl-Stadler, Flimm, Oberender, Hinterhäuser und dem kaufmännischen
Direktor Schweighofer Einzelgespräche führen. Am 9. Dezember
beschäftigt die Angelegenheit dann das Kuratorium. Oberenders Abgang
steht für Haslauer so wenig fest wie das Flimm-Modell: "Ich fand die
bisherige Struktur mit eigenem Schauspielchef sehr sinnvoll."

Sollten einzelne oder alle Verträge verlängert werden, wird dies
laut Haslauer spätestens im Februar geschehen. Im Falle von
Neubesetzungen müsste ausgeschrieben und die Entscheidung über den
Sommer vertragt werden.

Flimm: "Übernächste Woche spreche ich mit dem Vorsitzenden des
Kuratoriums, davon hängt auch ab, ob ich bleiben will. Es muss ja
auch noch ein Leben nach dem schönen Salzburg geben. Das ganze sollte
bis Ende des Jahres entschieden sein." Ob er volle fünf Jahre
verlängern würde? "Darüber muss ich auch mit meiner Frau sprechen.
Die tendiert dazu, dass ich wieder länger in Hamburg bin."

Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103

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