- 19.11.2008, 09:47:23
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Eine Information der Fachgruppe Finanzdienstleister der WK NÖ
Das Aus für Fremdwährungs-Kredite erschüttert Privatkunden
St. Pölten (OTS) - 18. November 2008 - Privatkunden wird seit
Oktober 2008 seitens der Banken, auf Empfehlung der
Finanzmarktaufsicht, kein Fremdwährungskredit mit Tilgungsträger
angeboten. Die Fachgruppe der Finanzdienstleister der
Wirtschaftskammer Niederösterreich sehen darin eine dramatische
Einschränkung für die österreichische Kreditlandschaft und fordern
die Freigabe der Fremdwährungs-Kredite nach volkswirtschaftlichen
Grundsätzen. Zwangskonvertierungen sollten seitens der Kunden
jedenfalls genau hinterfragt werden. Die Vermögensberater der
Fachgruppe haben dazu eine Info-Hotline eingerichtet.
Gegenwärtig stellen sich bei der Fremdwährungsfinanzierung für die
Endkunden drei Problembereiche. Zum einen neigen Banken zu einer
Zwangskonvertierung aus der Fremdwährung in den Euro, zum anderen
wird von den Kunden ein Liquiditätsaufschlag, allenfalls auch die
Bestellung von zusätzlichen Sicherheiten verlangt. Die Experten der
Fachgruppe der Finanzdienstleister Niederösterreich raten dringend zu
einer genauen Überprüfung der jeweiligen Kreditverträge.
Das Verbot von Fremdwährungskrediten in Österreich zieht gerade in
schlechten Konjunktur-Phasen umfangreiche Folgen für die
Realwirtschaft und Privatkunden nach sich. Geld, das aus
Zinsersparnis bis dato in den privaten Konsum geflossen ist, wird
wohl in den nächsten Jahren nicht mehr zur Verfügung stehen. Die
Gewährung von Fremdwährungskrediten für private Haushalte sollte
daher unter bestimmten Rahmenbedingungen wie Mindesteinkommen,
Eigenmittelquote weiter möglich sein.
Die wirtschaftlichen Vorteile eines Fremdwährungskredites - sprich
Zinsersparnis für den Privatkunden - sprechen immer noch für sich:
Pro Fremdwährungskreditkunden im Schweizer Franken (CHF) werden rund
1,5-2% per anno an Zinsen eingespart (Stand per 28.3.08 Quelle OENB).
Per Jänner 08 betrug das Gesamtvolumen an Ausleihungen im CHF rund 43
Milliarden Euro. Davon sind rund 68% an Privatpersonen vergeben
worden, wovon wiederum 70% im Wohnbau verwendet wurden - in Euro
entspricht das einem Wert von 20 Milliarden. Bei einer
durchschnittlichen Zinsdifferenz von 1,5% wäre dies eine
Zinsersparnis von 300 Millionen Euro per anno.
Auch das Thema Kredit-Umstieg aus einer Fremdwährung in den Euro
bei bestehenden Krediten sehen die Vermögensberater der Fachgruppe
problematisch. "Aus unserer Sicht ist der aktuelle Kurs für einen
Ausstieg sehr ungünstig und vielfach werden die Vertragskonditionen
überzogen" meint Fachgruppen-Obmann Ing. Mag. Walter Eberl und
verweist dazu auf die Hilfe der unabhängigen Vermögensberater, wenn
es um die Überprüfung der Kreditverträge, Tilgungsträger und
Konditionen geht.
Die Info-Hotline zu Fragen "Anlegen, Vorsorgen, Finanzieren" ist
vom 24.11. bis 18.12.08,
Mo-Do von 8-16 Uhr geöffnet. Kostenlose Beratung von Experten der
Fachgruppe unter 0800 24 25 70!
Rückfragehinweis:
Rückfragen an: Wirtschaftskammer NÖ Fachgruppe der Finanzdienstleister Landsbergerstraße 1, 3100 St.Pölten Telefon: 02742/851-19720 Fax: 02742/851-19729 finanzdienstleister@wknoe.at Endkunden: www.noe-finanzdienstleister.at Mitglieder: www.finanzdienstleister-noe.at Kontaktpersonen: Ing. Mag. Walter Eberl, M.S. eh Obmann der Fachgruppe Mobil 0699/18617167 eberl@eco-finanz.at Mag. Hubert Baumann eh Fachgruppengeschäftsführer IuC.Fachgruppen2@wknoe.at
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