Rudolfinerhaus: Staatsanwalt veranlasst umfangreiche Ermittlungen wegen Datenmissbrauchs

Polizeiliche Erhebungen, weil vetrauliche Patientendaten an die Öffentlichkeit gelangten

Wien (OTS) - Im Zuge von Vereins-Streitigkeiten gelangten streng vertrauliche Operationsberichte von über 50 Patienten der Wiener Nobel-Klinik Rudolfinerhaus an die Öffentlichkeit. Die Daten gewähren genauen Aufschluss über die Art des jeweiligen Eingriffs, etwa von der Prostatauntersuchung bis zur Melanom-Behandlung, den behandelnden Arzt, die vollständigen Patientennamen sowie das Geburtsdatum.

Aufgrund von Anzeigen wegen Datenmissbrauchs, die von betroffenen Patienten aufgrund der groben Verletzung ihrer Privatsphäre eingebracht wurde, sowie der vorliegenden Fakten, leitete die Staatsanwaltschaft jetzt ein Ermittlungsverfahren ein. Wie die zuständige Bezirksanwältin mitteilte, rechnet sie "aufgrund der umfangreichen Erhebungsnotwendigkeiten durch die Polizei und die notwendige Einvernahme vieler Zeugen" frühestens in drei Monaten mit einem Ermittlungsergebnis.

An die Öffentlichkeit gelangten die Daten im Zuge einer Anzeige gegen den damals amtierenden Präsidenten, Prof. Dr. Michael Zimpfer, die von Dr. Eric Agstner erstattet wurde. Der Wiener Rechtsanwalt vertrat zum damaligen Zeitpunkt den als schärfsten Zimpfer-Kritiker bekannten DI Andreas Conrad-Billroth, nach eigenen Angaben Urenkel des berühmten österreichischen Chirurgen und einfaches Vereinsmitglied im Rudolfinerverein.

Im Zuge einer internen Untersuchung, die im März 2008 vom Ausschuss des Privatspitals veranlasst wurde, entdeckte man auf Kopien der sensiblen Patientendaten die einem Journalisten zugespielt wurden, eine interne Fax-Durchwahl des Rudolfinerhauses. Die nicht "ausgeschwärzte" Fax-Nummer führte zum internen Fax-Anschluss des Neurologen Dr. Udo Zifko, der mittlerweile intermistisch den einstigen Fellinger-Schüler und Kardiologen Prof. Dr. Shapoer Djavan als ärztlichen Direktor ablöste.

Laut dem Ausschuss-Protokoll wurde auch Dr. Martin Leixnering seitens einer Patientin als Hinweisgeber des betroffenen Journalisten genannt. Der im Rudolfinerhaus tätige Unfallchirurg wies diese Behauptung allerdings entschieden zurück.

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