• 16.11.2008, 11:18:04
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Bildungsministerin lädt alle Verantwortlichen zu einem Anti-Gewalt-Gipfel

Der 28.November 2008 ist der Aktionstag gegen Gewalt an Schulen

Wien (OTS) - Eine aktuelle Studie belegt, dass das Thema Gewalt an
der Schule eine zentrale Aufgabe für unsere Schulen darstellt.
Bildungsministerin Claudia Schmied hat das Problem erkannt und
bereits im März die große Anti-Gewalt-Initiaitve "Die Weiße Feder.
Gemeinsam gegen Gewalt" (www.weissefeder.at) ins Leben gerufen.

Aufgrund der Wichtigkeit des Themas lädt Bildungsministerin Claudia
Schmied 600 Partnerinnen und Partner im Bereich der Gewaltprävention
(Schulaufsicht, Polizei, Schulpsychologen, Landesschulräte,
Sozialarbeiter, Lehrervertreter, Schulpartner, Experten, NGOs) zu
einem großen Anti-Gewalt-Gipfel am 28. November ins Siemens-Forum.
Dort werden alle Beteiligten über das weitere Vorgehen beraten und
diskutieren, wie man noch besser gemeinsam gegen Gewalt an Schulen
vorgehen kann. "Die Lehrer können soziale Probleme nicht alleine
lösen. Sie brauchen Partner, wie Sozialarbeiter, Psychologen und die
Polizei, die sie bei dieser Herausforderung unterstützen. Auch die
Eltern müssen ihre Verantwortung wahrnehmen und dürfen ihre Kinder
nicht alleine lassen. Wir müssen diese Aufgabe gemeinsam lösen", so
Bildungsministerin Claudia Schmied.

Neben diesem Gipfel hat Bildungsministerin Claudia Schmied den 28.
November zum österreichweiten Aktionstag gegen Gewalt an der Schule
gemacht. An alle Schulen ist eine Aufforderung ergangen, den Tag für
spezielle Programme und Projekte gegen Gewalt an der Schule
durchzuführen. "Am 28. November sollen alle Schulen ein Zeichen
setzen: Gewalt hat an der Schule keinen Platz! Deshalb habe ich alle
Schulen aufgefordert an diesem Tag im Rahmen des Unterrichts
Schwerpunktprogramme zur Gewaltprävention zu setzen", so Claudia
Schmied.

Bereits jetzt gibt es einige Schwerpunktkurse zur Gewaltprävention
für Lehrerinnen und Lehrer. "Hier müssen wir noch nachlegen. Unsere
Lehrer brauchen ein gutes Rüstzeug!"

Das Ministerium reagiert auch im Personalbereich: Die Aufstockung der
Schulpsychologen um 20 Prozent ist von Seiten des Ministeriums für
die nächsten Budgetverhandlungen vorgesehen. Auch die
Schulsozialarbeit soll ausgebaut werden.

Auch die Einführung von verbindlichen Verhaltensvereinbarungen (klare
Regeln für das Zusammenleben im Schulalltag, die Schüler, Lehrer und
Eltern unterschreiben) an Schulen schreitet voran. Bereits jetzt hat
knapp die Hälfte aller Schulen solche Vereinbarungen abgeschlossen.
Das Feedback aus den Schulen ist sehr positiv. "Die gute
Zusammenarbeit von Eltern, Schülern und Lehrern ist besonders
wichtig", so Claudia Schmied.

"Die Erfahrungen zeigen, dass der Grund für Gewalt an der Schule
nicht primär in der Schule entsteht. Häufig ist die Schule der Ort an
dem Schüler ihre Probleme aus dem Elternhaus oder dem Freundeskreis
abreagieren. Die Schule muss aber bestmöglich mit den Problemen der
Jugendlichen umgehen. Deshalb müssen wir alle Partner in ein Boot
holen, den Lehrern das beste Rüstzeug geben, klare Regeln schaffen
und ausreichend Ressourcen zur Verfügung stellen", so Claudia
Schmied.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Nikolaus Pelinka
Tel.: (++43-1) 53 120-5030

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