- 13.11.2008, 13:40:17
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FORMAT: Nur 30 richtige Postämer sollen übrig bleiben
Vorstand setzt radikal auf Fremdbetreiber von Post-Stellen
Wien (OTS) - Post-Chef Anton Wais verteidigt im FORMAT-Interview
sein neues Filialkonzept trotz der wütenden Proteste. An der Zahl von
aktuell 1.470 Post-Stellen werde sich nichts ändern, betont er: "Ich
gebe keine Standortgarantie, aber eine Versorgungs- und
Servicegarantie." Und Wais fügt hinzu: "In Holland hat die Post nur
noch 15 Prozent eigene Filialen, in Deutschland bald nur noch sieben
Prozent."
Die geplante Umstrukturierung der heimischen Post, die vom
zuständigen Post-Vorstand Herbert Götz ausgearbeitet wurde, ist
ähnlich radikal. Derzeit hat der Briefkonzern noch rund 1.260 eigene
Postämter. Nun soll weitgehend auf Fremdbetreiber umgestellt werden.
Nur 30 große Postämter, so genannte Flagstores, sollen künftig von
der Post alleine weiter geführt werden, berichtet FORMAT unter
Berufung auf interne Papiere.
Weitere 250 Filialen als Bankfilialen des Post-Partners PSK unter
dessen Federführung betrieben werden. Die Post wird dort ihre
Dienstleistungen aber mit eigenen Mitarbeitern anbieten. Für 220
regional bedeutende Filialen suchen Wais und Götz laut FORMAT
Franchisenehmer oder Pächter, die unter dem Logo und mit
Unterstützung der Post das Geschäft auf eigene Rechnung machen.
760 Postämter sollen komplett geschlossen und durch Post-Partner
(Supermärkte, Apotheken, Gemeinden etc.) ersetzt werden. Deren Zahl
würde dadurch von jetzt 210 auf 970 ansteigen. Neu verhandelt Wais
mit der OMV, um auch Tankstellen in dieses Netz einbeziehen zu
können.
Dass die Post nur noch 30 Ämter haben wird, will Wais so nicht stehen
lassen: "So können Sie das nicht sehen. Man muss die PSK-Bankstellen
und die Standorte dazurechnen, die wir im Franchise oder an Pächter
vergeben wollen."
Rückfragehinweis:
Format Business
Tel.: (01) 217 55/0
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