- 13.11.2008, 11:21:15
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PRÖLL: EURO 2008 war in Österreich ein klimaneutrales Fest für die Umwelt
Nachhaltigkeitsbericht zur EURO 2008 vorgelegt - Grüner Ball für Ökostrom-Unternehmen.
Wien (OTS) - Umweltminister Josef Pröll und die Schweizer
Projektpartner legten heute den Nachhaltigkeitsbericht zur UEFA EURO
2008 vor. "Der Nachhaltigkeitsbericht belegt eindrucksvoll die
Erfolge der EURO 2008 in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt und
Soziales/Kultur. Die Fußball-Europameisterschaft war nicht nur die
größte Veranstaltung, die Österreich und die Schweiz jemals
durchführt haben, wir konnten auch neue Standards für Nachhaltigkeit
und Klimaschutz bei Großveranstaltungen setzen", so Pröll. Der
Umweltminister zog auch eine sehr positive Bilanz seiner Initiative
"Umwelt am Ball". Sie war der Schlüssel zur klimaneutralen EURO 2008
in Österreich. Heute wurden auch die beiden Ökostromunternehmen
"naturkraft" und "oekostrom ag" von Umweltminister Josef Pröll mit
dem "Grünen Ball" ausgezeichnet. Sie waren im Rahmen der EURO 2008
für die umweltfreundliche Stromversorgung der österreichischen
EM-Stadien verantwortlich.
Erste Fußball-Europameisterschaft mit Nachhaltigkeitskonzept
Die Fussballeuropameisterschaft war die erste
Fußball-Großveranstaltung mit einem umfassenden
Nachhaltigkeitskonzept. Es enthielt 60 Maßnahmen für Umwelt,
Wirtschaft und Soziales/Kultur. Der nun erschienene
Nachhaltigkeitsbericht legt Rechenschaft darüber ab, wie die Ziele
erreicht wurden, und formuliert Empfehlungen für künftige (Sport-)
Großveranstaltungen. Beispielhaft sind die ökologischen Erfolge bei
der Lenkung der Besucherströme auf öffentliche Verkehrsmittel, bei
der Versorgung der Stadien mit Ökostrom und im Abfallmanagement durch
den Einsatz von Mehrwegbechern und konsequentes PET-Recycling.
Insbesondere im Verkehrssektor wurde mit einem sehr hohen
öffentlichen Verkehrsanteil ein neuer Standard für künftige
Grossveranstaltungen gesetzt. Dabei spielte sowohl das Kombiticket
(Matchticket als 36h-Generalabonnement für den öffentlichen Verkehr
in Österreich und der Schweiz) wie auch das stark erweitere
Verkehrsangebot eine wesentliche Rolle. Neben der sehr guten
öffentlichen Erreichbarkeit haben die acht Turnierstadien auf Grund
ihres Umweltmanagementsystems in vielerlei Hinsicht Vorbildcharakter.
Der Strombedarf der Stadien konnte während der EURO 2008 durch
Ökostrom abgedeckt werden, durch den Einsatz von Mehrwegbechern und
einem umfassenden PET-Recyclings konnten Abfallmengen vermieden
werden. Die für die EURO 2008 errichteten bzw. erweiterten Stadien
werden in Österreich für eine langfristige Verbesserung der
Sportinfrastruktur sorgen.
Sowohl Stadien als auch Fanzonen der EURO 2008 waren barrierefrei
zugänglich, in den Stadien standen insgesamt 4.100 Rollstuhlplätze
bereit. Ein spezielles Service ermöglichte es auch blinden und
sehbehinderten Menschen, das Spielgeschehen mit Hilfe eines
Audio-Kommentars live im Stadion zu verfolgen. Zahlreiche Projekte
zur Fanbetreuung, Anti-Rassismus-Initiativen und Kulturprogramme
rundeten das Rahmenprogramm ab.
Klimaneutral durch "Umwelt am Ball"
Im Rahmen der von Umweltminister Josef Pröll ins Leben gerufenen
Initiative "Umwelt am Ball", wurden aus Anlass der EURO 2008
zahlreiche Umweltmaßnahmen erfolgreich umgesetzt. Mit Coca-Cola, BP
Austria, der AVE, den ÖBB und dem ARA-System konnten fünf
schlagkräftige "Umwelt am Ball"-Partner gewonnen werden. Zahlreiche
weitere Akteure wie die Betreiber der vier EM-Stadien oder die
ASFINAG wurden mit einem "Grünen Ball" ausgezeichnet. "Ich bin sehr
stolz, dass es unterm Strich gelungen ist, die EURO 2008 in
Österreich klimaneutral abzuwickeln", betonte Pröll. Die
tatsächlichen Treibhausgas-Emissionen für Stadien, Fanzonen und
Mobilität konnten durch die gesetzten Maßnahmen mit rund 18.000
Tonnen in Österreich weit unter den ursprünglichen Prognosen gehalten
werden. Die "Umwelt am Ball"-Partner brachten insgesamt Euro
124.000,- für den Klima-Kompensations-Topf "Climate Austria" auf,
womit 8.500 Tonnen CO2 durch zusätzliche Klimaschutzprojekte in
Österreich ausgeglichen werden konnten. Weitere 10.000 Tonnen CO2
konnten durch die im Rahmen von "Umwelt am Ball" initiierten
Klimaschutzprojekte in Kommunen, Sportvereinen und Tourismusbetrieben
kompensiert werden.
Herausgeber des Nachhaltigkeitsberichts zur UEFA EURO 2008 sind
für Österreich das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft,
Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW), für die Schweiz das Bundesamt
für Raumentwicklung ARE, das Bundesamt für Umwelt BAFU und das
Bundesamt für Sport BASPO. Der Bericht wurde in Zusammenarbeit mit
der Euro 2008 SA und den acht Austragungsstädten erstellt. Die
Projektkoordination in Österreich erfolgte durch das
Beratungsunternehmen brainbows gmbh.
Der Nachhaltigkeitsbericht zur UEFA EURO 2008 und weitere
Dokumente stehen unter www.umweltamball.at zum Download bereit.
Rückfragehinweis:
Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823
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