ÖH-Leoben: E-Voting ist ein modernes Zusatzangebot für Österreichs Studierende

Anti-E-Voting Kampagne ist reine Panikmache

Leoben (OTS) - Beschämend findet Peter Pulm, Vorsitzender der Hochschülerschaft an der Montanuniversität, die von den linken ÖH Fraktionen gestartete Kampagne gegen E-Voting.

"Hier werden Studierendengelder verwendet um gegen ein attraktives Service für Österreichs Studierende zu kampagnisieren und das nur um daraus politisches Kleingeld zu schlagen und BM Hahn öffentlich anzuschütten.", ärgert sich Pulm.

Bei den kommenden Hochschülerschaftswahlen 2009 soll den Wählerinnen und Wählern via E-Voting eine zusätzliche Möglichkeit der Stimmabgabe eröffnet werden.

So könnten hinkünftig auch Studierende, die gerade ein Semester im Ausland verbringen oder einen Fernstudienlehrgang besuchen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen.

Pulm verweist weiters auf die positiven Aspekte für immobile und gehbehinderte Studierende.

"Gerade gehbehinderte Studierende können in Ermangelung fliegender Wahlkommissionen für die Hochschülerschaftswahlen oft nur schwer von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Für sie wäre die elektronische Stimmabgabe mit Sicherheit eine Erleichterung.", so Pulm.

Bedenklich findet Pulm vor allem die allgemeine Fortschrittsfeindlichkeit, die hier von Teilen der Hochschülerschaft an den Tag gelegt wird.

"Gerade wir als angehende Akademiker sollten solcherlei Innovationen gegenüber aufgeschlossen sein. Natürlich müssen neue Technologien kritisch reflektiert werden, jedoch ist die elektronische Stimmabgabe in anderen europäischen Staaten sogar bei Parlamentswahlen schon längst Usus und hat dort zu keiner Verfassungskrise geführt. Mich erinnert diese schlecht inszenierte Panikmache an die Diskussionen bei der Einführung von Bankomaten, wo selbsternannte Weltverbesserer den Zusammenbruch der Marktwirtschaft prophezeit haben, der ja offensichtlich nicht eingetreten ist."

Pulm verweist ebenfalls auf einen Beschluss der Universitätsvertretung der Montanuniversität, in dem von einer Teilnahme an einer Kampagne gegen E-Voting Abstand genommen wird.

"Voko-Sprecher Ortner spricht hier sicher nicht für alle ÖH-Vorsitzenden", distanziert sich Pulm klar zur vom Sprecher der Vorsitzendenkonferenz Florian Ortner öffentlich dargelegten Position.

"Die elektronische Stimmabgabe ist ein Zusatzangebot an unsere Studierenden, die allesamt mündige Staatsbürger sind. Ich bin dagegen unsere Kolleginnen und Kollegen zu bevormunden. Im Sinne maximaler Wahlfreiheit sollen sie selbst entscheiden auf welchem Wege sie ihre Stimme bei den nächsten ÖH Wahlen abgeben.", schließt Pulm.

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Peter Pulm, Vorsitzender der Hochschülerschaft
an der Montanuniversität
Tel.: 0699/15745158
Email: vorsitz@oeh.unileoben.ac.at

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