- 11.11.2008, 10:20:11
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ANSCHOBER: SPÖ und ÖVP müssen Kahlschlag bei der Post verhindern
Schluss mit der Bevorzugung privater Zusteller gegenüber der Post: Universaldienst muss auch für Private gelten, Kollektivvertrag für Zusteller
Linz (OTS) - Die erfreuliche, auf Initiative von Grün-Landesrat
Rudi Anschober gestern beschlossene Initiative der oö.
Landesregierung gegen den drohenden Kahlschlag bei der Post, der zu
30 bis 80 Schließungen von Postämtern führen könnte, muss jetzt von
SPÖ und ÖVP bei ihren Bundesparteien auch durchgesetzt werden.
Anschober: "Jetzt besteht ein massiver Handlungsdruck von Erich
Haider bei Infrastrukturminister Werner Faymann, der wie in der
Regierungsresolution gefordert, die Universaldienstverordnung sehr
rasch so reparieren muss, dass weitere Postämterschließungen und
damit ein Anschlag auf die Nahversorgung ausgeschlossen sind. Die ÖVP
wiederum muss dafür sorgen, dass rasch eine Hauptversammlung der ÖIAG
mit dem Ziel einberufen wird, weitere Schließungen bei der Post und
die drohenden Entlassungen zu verhindern. Eine Resolution zu
beschließen ist gut, aber zuwenig. SP und VP sind jetzt dafür
verantwortlich, dass die Inhalte der Resolution sehr rasch bei der
Bundesregierung auch durchgesetzt werden."
Als weiteren Schlüssel gegen den drohenden Anschlag auf die
Nahversorgung sieht Anschober ein Ende der Bevorzugung privater
Zusteller: so sollte nach Vorstellungen Anschober's der
Versorgungsauftrag in weniger lukrativen Regionen auch auf die
privaten Zusteller ausgedehnt werden, also vergleichbare Regeln für
die Post und die private Konkurrenz geschaffen werden. Ebenso sollte
im Bereich der Gehälter vorgegangen werden: derzeit geklagt die
Postspitze geringere Gehälter bei privaten Zustellern und damit eine
Konkurrenzverzerrung. Durch das Schaffen eines Kollektivvertrages für
Zusteller sollte das Lohnniveau der privaten Zusteller angehoben und
vergleichbares Niveau erreicht werden. Anschober: "Die
Bundesregierungen haben die Liberalisierung umgesetzt, ohne bisher
die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. Jetzt ist Feuer am Dach, die
Rahmenbedingungen für gleiche Chancen für die Post müssen endlich
her, sonst wird der Kahlschlag tatsächlich verwirklicht."
Rückfragehinweis:
Büro Landesrat Rudi Anschober Mag. Rudi LEO Pressesprecher Tel: +436648299969 mailto:[email protected] Promenade 37 4020 Linz www.anschober.at
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