- 10.11.2008, 18:49:40
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Bundeskanzler Gusenbauer erhält Preis "Dialogue of Civilizations"
Gipfeltreffen des "World Public Forums" in Wiener Hofburg
Wien (SK) - Im Rahmen des Gipfeltreffens des "World Public Forum",
das heute, Montag, in der Wiener Hofburg stattfand, wurde
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer mit dem internationalen Preis
"Dialogue of Cilizations" ausgezeichnet. Gewürdigt wurden damit
Gusenbauers unablässige Bemühungen, den Dialog zwischen
unterschiedlichen Kulturen zu fördern. "Sein Denken und seine
Erfahrung tragen dazu bei, ein Europäisches Projekt des 21.
Jahrhunderts zu etablieren", so Vladimir Yakunin (Präsident des World
Public Forums) in Würdigung Gusenbauers. Der Bundeskanzler bedankte
sich herzlich für den Preis, den er nicht allein als Auszeichnung
sehe, sondern vor allem als Motivation, sich auch weiterhin für den
Dialog der Kulturen einzusetzen. Armut, Klimawandel und die
Finanzmarktkrise - das seien große Herauforderungen, die einer
schnellen und gemeinsamen Antwort bedürfen, unterstrich Gusenbauer,
der einmal mehr für eine Weltfinanzorganisation plädierte. ****
Er freue sich sehr über die Auszeichnung, mit der er nicht sich,
sondern Österreich für seine Rolle als Vermittler in der Welt
gewürdigt sieht, erklärte Gusenbauer. Der Bundeskanzler unterstrich
ferner in seiner Dankesrede, dass das Wohlergehen aller Menschen -
unabhängig von ihren kulturellen, politischen oder religiösen
Einstellungen - im Fokus gemeinsamer Bemühungen stehen müsse, die in
Sachen Dialog der Kulturen auf Respekt, Verständnis und Offenheit
basieren müssen. Gegenwärtig nehme weltweit die Zahl der Konflikte
zu, warnte Gusenbauer, umso wichtiger sei es da, friedensstärkende
und -stiftende Kräfte zu bündeln. Der Bundeskanzler verwies hier auf
den zentralen Friedensbeitrag, den Österreich mit seiner großen Zahl
an Blauhelmen leiste.
Grundsätzlich seien Verhandlungen zu den großen Herausforderungen
unserer Zeit nicht allein auf die staatliche Ebene zu beschränken,
verwies Gusenbauer auf den Stellenwert unabhängiger,
nicht-staatlicher Vereinigungen wie etwa das WPF. Von steigender
Bedeutung sei dabei der Dialog der Kulturen und der Religionen, so
Gusenbauer in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit WPF-Präsident
Yakunin und dem renommierten amerikanischen Soziologen Craig Calhoun.
Der Bundeskanzler bekräftigte in Sachen Bewältigung der
Finanzmarktkrise seinen Vorschlag in Richtung einer
Weltfinanzorganisation, die freilich auch mit Sanktionsmöglichkeiten
ausgestattet sein müsse. Und es brauche zudem eine neue
Finanzstruktur, die "nicht auf Ausbeutung und schnellen Profit"
beruhe, so Gusenbauer anlässlich des World Public
Forum-Gipfeltreffens, bei dem heute über 100 renommierte
Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Politik in Wien
zusammengekommen sind, um die internationale Lage zu analysieren und
zu diskutieren. Ziel des WPF ist es dabei, durch nachhaltigen Dialog
die weltweite Zusammenarbeit sowie gegenseitiges Verständnis und
Respekt für geistige und kulturelle Werte unterschiedlicher Kulturen
und Zivilisationen zu fördern.
Service: Weitere Informationen unter:
www.dialogueofcivilizations.org (Schluss) mb
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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