Start frei für die Einreichung zum meritus-Award

Wien (OTS) - Erstmals wird 2009 ein Diversity-Unternehmerpreis in Österreich verliehen, der Organisationen auszeichnet, die die Diversity Dimension "Homosexualität" in ihren Firmen und Institutionen glaub- und beispielhaft leben. Einreichungen ab sofort möglich. Preisverleihung im Rahmen einer Gala am 19.3.2009. Einreichungsunterlagen unter www.meritus.or.at

Zum ersten Mal wird 2009 "meritus" (lat.: gerecht, verdient) vergeben. Ein Award, der jene Unternehmen vor den Vorhang holt, die Diversity ganzheitlich verstehen und dabei auch die Dimension der sexuellen Orientierung im Blickfeld haben und Homosexualität daher nicht negieren oder sogar diskriminieren, sondern vielmehr für die innerbetriebliche Gleichstellung von schwulen und lesbischen Mitarbeitenden aktiv eintreten. Vergeben wird "meritus" von den beiden überparteilichen Organisationen agpro (austrian gay professionals) und Queer Business Women.

Politik und Wirtschaft unterstützen meritus-Initiative

meritus steht unter der offiziellen Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit, Frau Staatssekretärin Christine Marek. KR Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien und Obfrau des Wiener Wirtschaftsbundes sowie Sozialminister Erwin Buchinger und Frauenministerin Heidrun Silhavy übernehmen den Ehrenschutz.

Einfache, schriftliche Einreichung - Bewertung durch namhafte Jury

Unterstützung findet "meritus" von Seiten der offiziellen Wirtschaftsvertreter generell auf breiter Basis und quer durch alle politische Institutionen. Hinter dem "meritus" steht daher auch eine namhafte Jury. Die Jurymitglieder sind:

  • Arbeiterkammer Wien, Ingrid Moritz, Leiterin der Abteilung Frauen -Familie
  • Arbeiterkammer OÖ Vizekammerpräsidentin Christine Lengauer
  • Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz, Genderbeauftragte Mag. Sylvia Bierbaumer
  • Österreichischer Gewerkschaftsbund, Bundesrätin Monika Kemperle, leitende Sekretärin im ÖGB
  • Wirtschaftskammer Wien, Vizepräsident KommR. Michael Hochenegg

Die Einreichung erfolgt schriftlich via Fragebogen. Dieser ist unter www.meritus.or.at downloadbar. Die Beurteilung erfolgt durch ein Punktesystem.

Einreichschluss ist der 29. Februar 2009

Die Preisvergabe erfolgt im Rahmen einer feierlichen Gala am 19. März 2009. Die meritus-Statuette wird von dem international renommierten Künstler Dr. Kurt Straznicky, Professor an der Akademie der Bildenden Künste, gestaltet. An der Gala werden rund 200 Gäste teilnehmen - unter ihnen prominente Lesben und Schwule und meritus-Unterstützer wie Alfons Haider, Nationalratsabgeordnete Ulrike Lunacek, Gery Kezsler, Holger Thor, Landtagsabgeordneter Marco Schreuder u.v.m.

Weshalb bedarf es eines meritus-Award?

Auch im 21. Jahrhundert ist Homosexualität im Erwerbsleben nach wie vor ein Tabu. Derzeit gelingt nur einem geringen Teil von lesbischen Frauen und schwulen Männern ein geglücktes Outing am Arbeitsplatz. In der österreichischen Wirtschaft gibt es keine prominenten Persönlichkeiten, die mit gutem Beispiel voran gehen.

Norbert Pauser und Eva Götz sind daher besonders von der positiven Resonanz auf den Award sehr erfreut und auch über die steigende Sensibilisierung für das Thema. Pauser und Götz unisono:"Etliche Unternehmen gehen im Zusammenhang mit der Dimension "sexuelle Orientierung" bereits weit über gesetzliche Mindeststandards hinaus und schätzen die unterschiedlichen Lebensformen aller Mitarbeitenden, so auch jener, die in nicht-heterosexuellen Lebensgemeinschaften leben. Leider ist es aber noch immer nicht die Norm im Wirtschaftsleben und es bedarf Courage von Firmen, Firmenvertretern und Mitarbeitenden gleichermaßen. Wir freuen uns aber über die "Firmen-Pioniere" und finden, dass es endlich Zeit ist, wie schon in anderen Ländern - beispielsweise in Deutschland und England - üblich, diese Diversity-engagierten Firmen auszuzeichnen und zu belohnen."

Die Ziele von "meritus" sind:

- Gesteigerter Respekt, Toleranz und Wertschätzung gegenüber homosexuellen Frauen und Männern in Unternehmen.

- Die Enttabuisierung von homosexuellen MitarbeiterInnen, Führungskräften und KundInnen.

- Der Abbau von Vorurteilen, Stereotypen und Diskriminierung.

- Die Schaffung einer breiteren Basis für den Nutzen von Diversität im Erwerbsleben.

- Eine Vorbildwirkung für Unternehmen, die Vorbehalte in der Umsetzung von Diversity-Maßnahmen im Bereich "sexuelle Orientierung" haben.

- Die gesteigerte Sichtbarkeit von Unternehmen, die bereits Initiativen setzen.

Rückfragen & Kontakt:

Medienkontakte:
konzept pr, evelyn schultes
Garnisongasse 7/18, 1090 Wien
Tel: 0676 7288300, office@konzeptpr.at
www.konzeptpr.at

Veranstalter:

Queer Business Women, Eva Götz
Tel.: 0699/11 30 10 10, eva.goetz@queer-business-women.at

agpro - austrian gay professionals, Norbert Pauser
Tel.: 0664/24 55 988, norbert_pauser@agpro.at

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