- 09.11.2008, 13:15:22
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Pressekonferenz des Freidenkerbundes Österreichs: Schlampiges Verhältnis von Staat und Kirche in Österreich
Wien (OTS) - Der Freidenkerbund Österreichs erklärt sich im
"Kruzifixstreit" mit der Stadt Linz solidarisch. Die ÖVP
Oberösterreichs hat die Stadt Linz wegen des Fehlens der Kreuze in
den stadteigenen Kindergärten angezeigt. Sie will das Hoheitszeichen
der christlichen Kirchen mit Polizeigewalt in die Räume der
Kindergruppen hineinschaffen. Das erinnert an den Ständestaat, wo
ebenfalls ständig die Polizei "helfen" musste, und es erinnert an das
"Dollfuß-Konkordat", das teilweise noch immer gilt. Die Maßnahme
gegen die Kindergärten der Stadt Linz zeigt auch das fehlerhafte
Denken christlicher Funktionäre, die das "Kreuz in jeder Klasse" mit
einer falschen Allgemeingültigkeit begründen.
Siehe MKV vom 5. November 08: "Die christlichen Zeichen spiegeln
die grundlegenden Werte unseres Landes wider. Als ein solches Symbol
muss das Kreuz - wie auch die Symbole der Demokratie - einen Platz in
jeder Form von Öffentlichkeit haben." Der österreichische Bundesadler
und die rotweißrote Fahne sind aber für die österreichischen
Staatsbürger verbindlicher als das christliche Kreuz, betont Martin
Luksan, Obmann des Freidenkerbundes Österreichs. Die österreichischen
Gesetze legen das so fest, an sie haben wir uns zu halten. Die durch
sie geschaffene Rechtslage wird weder durch die Geschichte
Österreichs noch durch die der Habsburger relativiert. In Österreich
muss das Recht gegeben sein, dass die Hoheitszeichen und Rituale der
katholischen Kirche (aber auch die jeder anderen, denkbaren Kirche)
den Andersgläubigen und Nichtgläubigen nicht aufgedrängt werden. Die
Kirchen sind Privatsache der einzelnen Menschen und sie sind der
Sonderraum der Kirchengemeinden, der im öffentlichen Raum nicht
permanent präsent sein darf.
Statements - Proklamation - Pressemappe des Freidenkerbundes
Österreichs
Dienstag; 18.11.08, 10 Uhr, Kanzlei Dr. A. Cwitkovits,
1030 Wien, Reisnerstraße 28/ Mezzanin
Voraussichtliches Ende: 11 Uhr - Erfrischungen
Rückfragehinweis:
Dr. Martin Luksan, Bundesobmann
Tel: 0699 1057 9610
www.freidenker-oesterreich.at
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