- 07.11.2008, 15:24:11
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VEÖ: Österreichische Strompreise unter den niedrigsten Europas
Energiepreismonitor bestätigt Position der E-Wirtschaft in der Preisdiskussion
Wien (OTS) - Österreichs Stromkunden zahlen einen der niedrigsten
Strompreise im europäischen Vergleich. Das zeigt der aktuelle
Energiepreismonitor des Wirtschaftsministeriums. "Bei vergleichbaren
Ländern finden sich nur in Frankreich und Finnland niedrigere
Preise", erklärt die Generalsekretärin des Verbands der
Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ), Barbara Schmidt.
Der durchschnittliche Bruttopreis für Strom (Haushalte,
Durchschnittsverbrauch 3500 Kilowattstunden) betrug laut
Energiepreismonitor des Wirtschaftsministeriums im zweiten Halbjahr
2007 16,62 Cent pro Kilowattstunde und im Durchschnitt der EU 17,57
Cent. Der Bruttopreis für Strom lag damit in Österreich um fast einen
Cent unter dem Durchschnitt der EU-15 Länder. Schmidt: "Damit hat
sogar der Regulator, der den Energiepreismonitor für das
Wirtschaftministerium erstellt, offiziell die günstigen Strompreise
in Österreich bestätigt."
Nettopreise bei Strom zeigen hohe Abgabenbelastung
Der durchschnittliche Nettopreis (Preise Energie und Netz ohne
Steuern und Abgaben) für Strom betrug im Erhebungszeitraum 11,78 Cent
pro Kilowattstunde und im Durchschnitt der EU 12,52 Cent. Schmidt:
"Damit müssen in Österreich pro Kilowattstunde inzwischen 4,48 Cent
an Steuern und Abgaben bezahlt werden, das sind fast 27 Prozent des
Nettopreises."
Neue Gebühren bedrohen gute Position Österreichs
Gefährdet wird die gute Position Österreichs im europäischen
Strompreisvergleich durch zusätzliche Abgaben: Der Entwurf der
Novelle zur Systemnutzungstarif-Verordnung der
E-Control sieht vor, dass heimische Erzeuger in Zukunft ebenfalls
Netzgebühren zahlen sollen. Schmidt: "Das ist eine echte
Benachteiligung für inländischen Strom. Österreichs E-Wirtschaft hat
bisher im internationalen Wettbewerb hervorragend abgeschnitten und
den heimischen Markt mit günstiger Energie versorgen können. Um diese
Position halten zu können, darf es zu keinen neuen Belastungen für
die österreichische Stromerzeugung kommen."
Rückfragehinweis:
Pressestelle des Verbands der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ)
Ernst Brandstetter
Mobil: +43 (0) 664 283 1997
E-Mail: presse@veoe.at
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