• 04.11.2008, 15:44:06
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Berger: Strafvollzugsakademie ist Aus- und Fortbildungsstätte auf bestem Niveau

Gerhard Pichler folgt Wolfgang Gratz als Leiter der Strafvollzugs-Bildungsakademie

Wien (SK) - "Die hohen Ansprüche des Strafvollzugs spiegeln sich
in der Einrichtung dieser professionellen und modernen
Bildungseinrichtung - der 'Strafvollzugsakademie' -wider", sagte
Justizministerin Maria Berger am Dienstag anlässlich der
Amtseinführung von Hofrat Gerhard Pichler als neuen Leiter der
Strafvollzugsakademie. Pichler folgt auf Prof. Wolfgang Gratz, der
die Ausbildungseinrichtungen des österreichischen Strafvollzugs zu
dieser seit 2006 existierenden Akademie zusammenführte. Berger
bedankte sich bei Gratz für dessen herausragende Aufbauarbeit und die
"nicht immer bedankte Rolle des Vordenkers". ****

Die Anforderungen an die Strafvollzugsbediensteten seien komplex und
anspruchsvoll. "Mit einem bunten Strauß an Veranstaltungen von
rechtswissenschaftlichen Seminaren bis zu Führungskräftetrainings und
Coachings werden sich die Bediensteten im Strafvollzug gern
weiterbilden und wird sich der Strafvollzug stetig weiterentwickeln",
zeigte sich Berger überzeugt.

"Die Bediensteten des Strafvollzugs leisten außergewöhnliche Arbeiten
unter schwierigen Bedingungen und in verschiedensten
Spannungsfeldern", betonte Berger. Die Strafvollzugsakademie ist Aus-
und Fortbildungsstätte "und Denkwerkstatt, sie leistet
Entwicklungsarbeit und erfüllt die Bildungsansprüche der Bereiche
Sicherheit, Betreuung und Resozialisierung und führt diese
zueinander."

Vor allem das Insassenbild habe sich verändert - die Häftlinge kommen
vermehrt in schlechtem gesundheitlichen Zustand, psychiatrisch
auffällig, mit Migrationshintergrund oder auch fehlender Bildung in
den Strafvollzug. Die Bediensteten seien hier überdurchschnittlich
gefordert. "Den sich ständig ändernden Anforderungen im
Strafvollzugsalltag versuchen die Veranstaltungen der
Strafvollzugsakademie Rechnung zu tragen", sagte Berger. Die
Ministerin wies darauf hin, dass aus diesen Veränderungsansprüchen in
letzter Zeit auch "interessante und verheißungsvolle Ideen und
Konzepte" entstanden seien.

"Auch wenn ich bei den letzten Budgetverhandlungen mehr Planstellen
für den Strafvollzug erreichen konnte, bin ich mir der noch immer
herrschenden Ressourcenknappheit natürlich bewusst und hoffe, dass
wir auch bei den nächsten Verhandlungen gute Ergebnisse erzielen
können", so Berger. Hofrat Pichler werde seiner neuen Aufgabe sicher
bestmöglich nachkommen, zeigte sich die Ministerin abschließend
überzeugt. (Schluss) up

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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