"Neue Kärntner Tageszeitung" - KOMMENTAR VON CLAUDIA GRABNER: Finanzkrise - beherzt verlogen

Klagenfurt (OTS) - Beherzt zugreifen sollen sie also - die Banken. Und sich nicht zieren, wenn ihnen der Staat 15 Milliarden Euro aufdrängt, mit denen sich die Eigenkapitalquote wie von selbst aufstocken lässt. Man machts ja für den Wettbewerb - für den internationalen. Und nicht für die eigene Tasche. Die ist ohnehin gut gefüllt. 4,4 Millionen Euro hat beispielsweise Erste-Bank-Chef Andreas Treichl im letzten Jahr verdient. Dass seine Bankkunden solche Gehälter nicht verstehen, kitzelt Treichl nicht. Warum? Weil er selbst auch nicht versteht, warum ein Eishockeyspieler 50 Millionen verdienen kann. Verstanden? Oder steigen Sie in etwa da aus, wo Ihnen der verlogene Nicht-Zusammenhang dämmert? Wie auch immer. Verlogen ist die Finanzkrise in Summe. Nicht zuletzt, weil die Börsianer auch in Zukunft tanzen werden. Am System wird sich nämlich nichts ändern. Hauptsache, der zum Handkuss gekommene Normalling ist um ein Lehrstück der Ungerechtigkeit klüger geworden: Banken wird geholfen. Dem Kunden nicht. Dem wird nicht einmal der gesenkte Leitzinssatz weitergegeben ...

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