• 31.10.2008, 20:00:30
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"Neue Kärntner Tageszeitung" - KOMMENTAR VON CLAUDIA GRABNER: Finanzkrise - beherzt verlogen

Klagenfurt (OTS) - Beherzt zugreifen sollen sie also - die Banken.
Und sich nicht zieren, wenn ihnen der Staat 15 Milliarden Euro
aufdrängt, mit denen sich die Eigenkapitalquote wie von selbst
aufstocken lässt. Man machts ja für den Wettbewerb - für den
internationalen. Und nicht für die eigene Tasche. Die ist ohnehin gut
gefüllt. 4,4 Millionen Euro hat beispielsweise Erste-Bank-Chef
Andreas Treichl im letzten Jahr verdient. Dass seine Bankkunden
solche Gehälter nicht verstehen, kitzelt Treichl nicht. Warum? Weil
er selbst auch nicht versteht, warum ein Eishockeyspieler 50
Millionen verdienen kann. Verstanden? Oder steigen Sie in etwa da
aus, wo Ihnen der verlogene Nicht-Zusammenhang dämmert? Wie auch
immer. Verlogen ist die Finanzkrise in Summe. Nicht zuletzt, weil die
Börsianer auch in Zukunft tanzen werden. Am System wird sich nämlich
nichts ändern. Hauptsache, der zum Handkuss gekommene Normalling ist
um ein Lehrstück der Ungerechtigkeit klüger geworden: Banken wird
geholfen. Dem Kunden nicht. Dem wird nicht einmal der gesenkte
Leitzinssatz weitergegeben ...

Rückfragehinweis:

Neue Kärntner Tageszeitung
   Viktringer Ring 28
   9020 Klagenfurt
   
   Mag. Claudia Grabner
   Tel.: 0463/5866-532
   E-Mail: [email protected]

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