Grüne Wien zu Karlsplatz-Passage "Neu": Schicker blendet soziale Probleme völlig aus

Cammerlander: Moderne Stadtplanung sieht anders aus

Wien (OTS) - Die Sozialsprecherin der Grünen Wien, Heidi Cammerlander, bezeichnet die heute präsentierte Neugestaltung der "Karlsplatzpassage" als mangelhaft und auf einem Auge blind. "Das Konzept blendet die sozialen Probleme in der Passage völlig aus. Schicker und Brauner tun so, als gäbe es in der Passage keinen Bedarf für soziale Einrichtungen. Das hat mit moderner Stadtplanung nichts zu tun", so Cammerlander. "Es ist wichtig und gut, neue Räume für Kunst und Kultur zu schaffen, aber an einer Nahverkehrsdrehscheibe wie dem Karlsplatz wird es immer soziale Herausforderungen geben. Drogensucht und Alkoholismus bekommt man nicht dadurch in den Griff, indem man die Karlsplatzpassage in eine verglaste Vitrine verwandelt",so Cammerlander.

Die Grünen Wien fordern eine Überarbeitung des Projekts. "Wir fordern die Einrichtung von Sozialräumen für Drogensüchtige und Alkoholkranke, wie es in vergleichbaren europäischen Großstädten längst selbstverständlich ist", so Cammerlander. "Das Projekt in der jetzt vorliegenden Form ist ein Spiegelbild für den Umgang der Stadt Wien mit sozial schwachen und kranken Menschen. Die Probleme werden einfach ignoriert und totgeschwiegen, anstatt sie aktiv anzugehen." Die Grünen Wien werden in den kommenden Tagen einen detaillierten Forderungskatalog für die Neugestaltung der Karlsplatzpassage vorlegen.

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