• 31.10.2008, 11:26:08
  • /
  • OTS0145 OTW0145

Grüne Wien/Untersuchungskommission: Patientenanwältin bestätigt mangelnde Qualität in der Versorgung

Pilz: "Offene Psychiatrie pervertiert zu Anhalte-Psychiatrie"

Wien (OTS) - Die Psychiatrie-Patientenanwältin Beatrice Kaufmann
hat in der heutigen Sitzung der Untersuchungskommission Psychiatrie
die mangelnde Qualität in der Versorgung am Otto Wagner Spital einmal
mehr bestätigt. Viele Bewegungs-Beschränkungen von PatientInnen
würden aus Personalmangel angeordnet. Auch die von Patientenanwälten
immer wieder geforderte 1:1-Betreuung für fixierte PatientInnen ist
im OWS auf Grund des Personalmangels nur in Einzelfällen möglich.
"Auch die Information über die Anwendung von Beschränkungen ist
mangelhaft", so Pilz. So würde etwa im OWS häufig nur die erstmalige
Bewegungs-Beschränkung gemeldet, die darauf folgenden nicht mehr,
obwohl dies im Gesetz vorgeschrieben ist. "Besonders dramatisch ist,
dass in jenen Fällen, wo PatientInnen während der Unterbringung zu
Schaden gekommen sind, die Patientenanwälte darüber nicht informiert
wurden", kritisiert die Gesundheitssprecherin der Grünen Wien, Sigrid
Pilz, die gängige Praxis im OWS.

Eine offene Psychiatrie, wie sie in ganz Wien praktiziert wird,
braucht nach Angaben der Patientenanwälte genügend Personal. Dieser
Schritt wurde aber nie vollzogen. "Das erklärt, warum es in Wien im
Vergleich zu anderen Bundesländern so viel mehr
Beschränkungsmaßnahmen gibt. Damit pervertiert die offene Psychiatrie
durch den Personalmangel zu einer Anhalte-Psychiatrie", so Pilz, die
einmal mehr die längst überfällige Personalaufstockung für die
Psychiatrie in Wien fordert.

Rückfragehinweis:
Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, Mobil: 0664 22 17 262
[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GKR

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel