- 30.10.2008, 15:40:08
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FP-Ebinger: Pilotprojekt zum Thema "Teleassistenz" starten
Pflegebedürftigen Personen einen Ansprechpartner zur Seite stellen
Wien, 30.10.2008 (fpd) - Im Zuge der Ausschussreise des
Gesundheitsausschusses nach Barcelona und Madrid wurde unter anderem
seitens der Verantwortlichen der Stadt Madrid eine Einrichtung, die
so genannte "Teleassistenz" vorgestellt. Die Stadt Madrid hat neben
den üblichen Betreuungseinrichtungen für Pflegebedürftige
(Tageszentren, Heimhilfe, Pflegeheime) auch einen Telefondienst
eingerichtet, der über das Notfallstelefon weit hinaus geht. Dabei
werden von eigens geschulten Personen alleinstehende und leicht
pflegebedürftige Personen regelmäßig telefonisch kontaktiert bzw.
können diese ihre Ansprechpartner jederzeit anrufen. Sinn des Ganzen
ist es, in erster Linie nicht bei Notfällen einzuschreiten (nur 5%
der Telefonate betreffen Notfälle), sondern einen unkomplizierten
ständigen telefonischen Kontakt aufrecht zu erhalten, so der
Gesundheitssprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Mag. Gerald Ebinger.
Damit haben die betroffenen Pensionisten einen Ansprechpartner und es
gibt einen ständigen Überblick über die jeweilige Lebenssituation der
Personen. Das scheint zumindest aufgrund der Präsentation ein
unkompliziertes, relativ günstiges Mittel zu sein, um in erster Linie
der Vereinsamung alleinstehender Pensionisten entgegenzuwirken und im
Falle einer negativen Entwicklung zeitnah weitere Schritte setzten zu
können. In Madrid werden über 110.000 Personen mit dieser Form der
"Teleassistenz" betreut, was jährlich mehrere Millionen Telefonate
ausmacht. Dieses Instrument der "Teleassistenz" scheint zumindest
auch in Wien überlegenswert zu sein, wobei klarerweise Fragen des
Datenschutzes vorher abgeklärt werden müssen.
Dieses Modell wird von den Betroffenen in sehr hohem Ausmaß
angenommen. Die FPÖ-Wien bringt daher in der laufenden
Gemeinderatsitzung einen Antrag ein wonach die Stadt Wien mit den
Verantwortlichen in Madrid in Verbindung treten soll und ein
Pilotprojekt zum Thema "Teleassistenz" starten, um abschätzen zu
können, ob dieses Modell auch für Wien eine gangbare Lösung wäre, so
Ebinger abschließend. (Schluss)paw
Rückfragehinweis:
Klub der Freiheitlichen
Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798
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