• 30.10.2008, 15:31:55
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Geregelte Hofübergabe sichert Zukunft der bäuerlichen Generationen

Tag der jungen Landwirtschaft der Österreichischen Jungbauernschaft in der SVB

Wien (OTS) - "Die Hofübergabe und Hofübernahme ist das wichtigste
Ereignis im Leben einer Bauernfamilie", erklärte Elisabeth Köstinger,
Bundesobfrau der Österreichischen Jungbauernschaft, gestern beim Tag
der jungen Landwirtschaft in Wien. Die alljährlich größte
Diskussionsveranstaltung der Jungbauernschaft wurde heuer gemeinsam
mit der Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) organisiert, um
dieses bedeutende Thema möglichst facettenreich diskutieren zu
können.

"Übergeben und Übernehmen bedeutet Abschluss und Anfang eines
neuen Lebensabschnittes und stellt eine große Veränderung im
bäuerlichen Familienbetrieb dar", verdeutlichte Köstinger diese
wichtige, aber für viele mit Hürden behaftete Situation. Sehr positiv
beurteilte sie die Bereitschaft der Jungbauern, Verantwortung zu
übernehmen: "Einen Hof selbstständig führen und bewirtschaften zu
können ist nach wie vor eine interessante und erstrebenswerte
Herausforderung für viele junge Bäuerinnen und Bauern." Gleichzeitig
fordert Köstinger, gute politische Rahmenbedingungen, um
entsprechende Perspektiven zu schaffen. Wichtig seien Maßnahmen, mit
denen vor allem die Niederlassung von jungen Menschen in einer
multifunktionalen Landwirtschaft gefördert wird, betonte die
Bundesobfrau.

Jugend braucht Startmöglichkeiten und klare Verhältnisse

Gleicher Meinung ist auch der Obmann der SVB, Karl Donabauer: "Die
Jugend braucht Startmöglichkeiten und klare Verhältnisse. Die
Voraussetzungen für eine geregelte Übergabe aus Sicht der
Sozialversicherung wurde in den vergangenen Jahren, etwa mit der
Hofübergeberversicherung, geschaffen und weiter ausgebaut", sagte
Donabauer. Das Sich-Loslösen vom "Lebenswerk" sei für die meisten
Übergeber eine große Herausforderung, erläuterte der Obmann und
appellierte in Richtung Hofübernehmer: "Eine gute Schul- und
Berufsausbildung ist ein Schlüsselfaktor für eine erfolgreiche
Betriebsführung."

Übergabevertrag als wichtige Basis für beide Generationen

Bei den Workshops wurde die Wichtigkeit des Übergabevertrages
hervorgehoben und erläutert - dieser bietet die Basis für beide
Generationen. "Der Übergabevertrag gibt der älteren Generation
Sicherheit und den Jungen die Chance zur Selbstverwirklichung", so
Köstinger. Umso wichtiger sei es, Beratung von Experten in Anspruch
zu nehmen. Die Bundesobfrau ermunterte beide Generationen, im Bereich
der Sozialversicherung und des Steuerrechts genaue Berechnungen und
Kalkulationen erstellen zu lassen, um für die finanziellen Belange
die richtigen Lösungen zu finden. In dieselbe Kerbe schlug auch
Donabauer: "Der beste Übergabevertrag ist jener, der nie mehr
angeschaut werden muss. Für die Übergeber gilt jedenfalls, dass sie
keine Angst haben müssen, etwas zu verlieren. Aufgrund unseres guten
Sozialsystems sind sie versorgt."

Zukunftsperspektiven der Landwirtschaft wurden in einem Referat
von Sektionsleiterin Edith Klauser vom Lebensministerium erläutert.
Klauser koordiniert die Impulsgruppe "Hofübernehmerinnen und
Hofübernehmer" der Grünen Offensive, einer Initiative von
Bundesminister Josef Pröll, welche die Landwirtschaft und vor allem
die jungen Betriebsführer auf neue Herausforderungen vorbereiten
soll.

Eine Podiumsdiskussion mit Präsident Josef Hechenberger, Vertreter
der Landwirtschaftskammer Tirol und Leiter der Arbeitsgruppe
"Jungübernehmer" der Grünen Offensive, weiters mit Aloisia Fischer,
Vertreterin der SVB, Franz Hebesberger, Jungübernehmer aus
Oberösterreich, und Köstinger sorgte am Abend für eine intensive
Auseinandersetzung mit dem Thema. Für alle standen eine gute
Gesprächsbasis der Betroffenen und die Bereitschaft, neue
Herausforderungen anzunehmen, im Vordergrund. "Junge
Hofübernehmer/-innen führen Betriebe, die wirtschaftlich sind. Sie
treffen innovative Entscheidungen, betreiben umweltverträgliche
Anbaumethoden und sind aufgeschlossen gegenüber den
Marktanforderungen", erläuterte Köstinger.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Österreichische Jungbauernschaft,
Tel.: +43 1 505 81 73 - 23
Fax: +43 1 505 81 73 - 9923
mailto:[email protected]
www.jungbauern.at

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