• 30.10.2008, 12:01:17
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Bio-Speisesoja: Österreich zeigt neuen Weg

Wien (OTS) - Eine Initiative von BIO AUSTRIA Niederösterreich und
Wien sowie BIO AUSTRIA Burgenland und der Bio-Forschung-Austria sorgt
nun dafür, dass biologisches Speisesoja verstärkt in Österreich
angebaut wird. Im Rahmen des "BIO AUSTRIA-Premium-Soja-Projektes"
wurde im Jahr 2008 österreichweit auf einer Fläche von rund 2.700
Hektar biologisches Speisesoja angebaut.

"Hochqualitatives, biologisches Speisesoja aus Österreich ist
langfristig die einzige Antwort auf klimaschädliche Importe, die
Gefährdung der Regenwälder und die Gefahren der Gentechnik. Durch
unser 'BIO AUSTRIA-Premium-Soja-Projekt' möchten wir Speisesoja in
bester Bio-Qualität sicherstellen. Mit einer Anbaufläche von 2.700
Hektar ist uns heuer ein wichtiger Schritt in Richtung absolut
gentechnik-freies Bio-Qualitätssoja geglückt. In den nächsten fünf
Jahren möchten wir die Anbauflächen entscheidend erweitern und
österreichisches Bio-Speisesoja zu einem echten Marktfaktor machen" -
so DI Karl Erlach, Obmann von BIO AUSTIA Niederösterreich und Wien.

Für einen erfolgreichen Anbau benötigt die Sojabohne lockere,
durchlüftete Böden mit einer guten Wasserhaltigkeit. Bedingungen, die
in Niederösterreich (Weinviertel, Wiener Becken, Steinfeld), dem
Nord- und Mittelburgenland sowie in Kärnten und der Steiermark
bestens gegeben sind.

Ing. Edi Weninger, Biobauer aus dem Weinviertel und Initiator des
'BIO AUSTRIA-Premium-Soja-Projektes' sieht in der Sojabohne eine
große Zukunftschance für den heimischen Biolandbau:

"Österreichisches Bio-Soja entspricht dem Konsumentenwunsch nach
Klimaschutz und Gentechnik-Freiheit. Neben dem enormen Marktpotential
eignet sich die Sojabohne ausgezeichnet für die biologische
Landwirtschaft: Soja ist in einer Fruchtfolge eine ideale Alternative
zur Körnererbse. Die relativ einfache Kulturführung ermöglicht den
Biobauern einen raschen, erfolgreichen Einstieg und ist auch für
Umstellungsbetriebe auf Bio gut geeignet" - so Ing. Edi Weninger.

Wissenschaftliche Unterstützung erhält das 'BIO
AUSTRIA-Premium-Soja-Projekt' durch die Zusammenarbeit mit der
Bio-Forschung-Austria: Gemeinsame Praxisversuche geben wichtige
Aufschlüsse über Sorten, 'Beimpfung des Saatgutes' und Kulturführung.

Bio-Soja als Weg aus der GVO-Abhängigkeit

Mit der Initiative für österreichisches Bio-Soja setzt BIO AUSTRIA
Niederösterreich und Wien auch ein wichtiges Signal auf europäischer
Ebene. Durch den Einsatz von Gentechnik ist Soja sowohl im
Lebensmittel-Verarbeitungsbereich als auch im Futtermittelbereich
stark in Misskredit geraten.

So importiert Europa derzeit Soja für die Tierfütterung mit einem
GVO-Soja-Anteil von rund 90 % vor allem aus den USA, Brasilien und
Argentinien. Die weltweite Produktion an GVO-Soja hat sich in den
letzten 20 Jahren auf rund 227 Millionen Tonnen verdoppelt - gut
600.000 Tonnen davon gelangen jährlich nach Österreich.

"Eine verstärkte, österreichische Produktion von Bio-Speisesoja,
hat auch den positiven Nebeneffekt, dass die Abhängigkeit der
österreichischen Viehwirtschaft von Sojaextrationsschrot-Importen für
die Tierfütterung gemindert werden kann" - so Ing. Elfriede Berger,
Geschäftsführerin von BIO AUSTRIA Niederösterreich und Wien.

Ein Weg zur Gentechnik-Freiheit, der mittlerweile auch von anderen
europäischen Ländern eingeschlagen wird: Denn während die Entwicklung
der GVO-Sojaproduktion global zunimmt, setzt Europa verstärkt auf die
biologische Produktion von Qualitätssoja.

Die Bohne mit dem großen gesundheitlichen Wert: Soja-Isoflavone
mindern Beschwerden in den Wechseljahren

"Sojabohnen bestehen aus etwa 40% Eiweiß, das durch das
Zusammensetzungsmuster der enthaltenen Aminosäuren eine hohe
biologische Wertigkeit hat. Dieses kann in hohem Maße in
körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden. Die Vorteile von Soja in der
Ernährung basieren im Wesentlichen auf dem hochwertigen pflanzlichen
Eiweiß und dem hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren -
wie Linolsäure und Linolensäure - im Fett. Weiters ist Soja
cholesterinfrei, kalium- und magnesiumreich sowie reich an
Ballaststoffen, den Vitaminen B1, B2, E und an Folsäure" - so Susanne
Mantler vom BIO AUSTRIA Marketing für Gemeinschaftsverpflegung.

Tatsächlich birgt die Sojabohne viele gesundheitliche Vorzüge in
sich:

Für Aufsehen sorgte eine Studie aus dem Jahr 2002, wonach sich die
Einnahme von Soja als wirksames Mittel gegen Symptome in den
Wechseljahren erwies. Die in der Sojabohne enthaltenen Isoflavone
(Genistein, Daidzein, Glycitein) helfen demnach mit, den Abfall des
Hormonspiegels während der Wechseljahre auszugleichen.
Japanische Frauen, die im Vergleich zu europäischen Frauen ein
Vielfaches an Soja- Isoflovonen durch die tägliche Ernährung
aufnehmen sind laut weniger von Wechseljahresbeschwerden betroffen.

Die Isoflavone der Sojabohne können weiters ein verringertes
Risiko für hormonbedingte Erkrankungen wie Prostata- oder Brustkrebs
bedingen.

Rückfragehinweis:

BIO AUSTRIA Niederösterreich und Wien
   Ing. Elfriede Berger, Geschäftsführung
   M 0676/842214354
   E [email protected]
   
   Medienservice:
   agricultura
   Wilfried Oschischnig
   M 0676/7034311
   E [email protected]

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