- 28.10.2008, 10:24:05
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Österreich erfüllt mit nachhaltiger Naturschutz- und Wasserpolitik Ziele der Ramsar Konvention
Vertragsparteienkonferenz der "Ramsar Konvention" zum Schutz der Feuchtgebiete in Südkorea - "Healthy Wetlands - Healthy People" weltweites Motto 2008 zum Schutz der Feuchtgebiete
Wien (OTS) - Österreich erfüllt mit seiner nachhaltigen
Naturschutz- und Wasserpolitik die Ziele der Ramsar Konvention. "Wir
sind stolz, den ökologischen Charakter in unseren 19 Ramsar-Gebieten,
darunter die Nationalparks Donau-Auen, Kalkalpen und Neusiedler See,
nicht nur erhalten, sondern verbessert zu haben. Österreich hat im
Jahr 2008 aufgrund hervorragender Projekte
LIFE-Umweltschutzförderungen der EU in Höhe von rund 6 Millionen Euro
lukriert. Das kommt zwei großen nachhaltigen Flussprojekten an der
Traisen und an der Pielach in Niederösterreich zugute. Aus dem
Katastrophenfonds werden im kommenden Jahr für
Hochwasserschutzmaßnahmen an unseren Flüssen rund 80 Millionen
Bundesmittel bereitgestellt werden. Darüber hinaus werden ab dem
kommenden Jahr bis zum Jahr 2015 auf Basis einer Novelle des
Umweltförderungsgesetz für Maßnahmen der Gewässerökologie insgesamt
weitere 140 Millionen Euro bereit stehen. All diese Mittel tragen
über nachhaltige Flussprojekte zur Erfüllung der Zielsetzungen der
Ramsar Konvention bei", so Landwirtschafts- und Umweltminister Josef
Pröll anlässlich der Eröffnung der in Südkorea stattfindenden
Ramsar-Weltkonferenz zum globalen Schutz der Wasserreserven.
Im Mittelpunkt der vom 28. Oktober bis 5. November 2008 in
Changwon, Südkorea stattfindenden 10. Vertragsparteienkonferenz der
"Ramsar Konvention" zum Schutz der Feuchtgebiete steht eine der
wichtigsten Lebensgrundlagen: das Süßwasser und deren Lebensräume.
Themen sind Schutz, Erhaltung und Wiederherstellung von
Feuchtgebieten, Verbesserung des ökologischen Charakters dieser
Gebiete und nachhaltige Flussraumbewirtschaftung. "Dabei geht es um
optimale Lösungen zur weltweiten Sicherung der Trinkwasservorräte,
zur Rolle der Feuchtgebiete im Klimawandel sowie um die Erhaltung der
biologischen Vielfalt," so Pröll.
Die Ramsar-Konvention ist bisher das einzige internationale
Abkommen, das sich mit einem speziellen Lebensraum, nämlich den
Feuchtgebieten befasst. Die Konvention definiert den Begriff
"Feuchtgebiet" in einem umfassenden Sinn; das reicht von Sümpfen,
Mooren, Feuchtwiesen, Flachwasserbereichen bis acht Meter Tiefe,
Flüssen und deren Mündungsbereichen, Küstenzonen wie Mangroven,
Korallenriffe und Wattenmeer bis zu künstlichen, vom Menschen
geschaffenen Feuchtgebieten mit Teichen, Reisfeldern und Stauseen.
"Feuchtgebiete leisten eine Reihe von wichtigen ökologischen
Aufgaben: sie spielen eine bedeutende Rolle in den verschiedenen
Wasserkreisläufen und tragen nicht nur zur Sicherung unseres
Trinkwassers und zum Hochwasserschutz bei, sondern als
Kohlenstoff-Speicher auch zum Klimaschutz. Feuchtgebiete sind Quellen
der "Biodiversität" - der genetischen Vielfalt, der Artenvielfalt und
der Vielfalt an Lebensräumen. Österreich war bei der Umsetzung der
Ramsar stets sehr erfolgreich und genießt dafür auch internationales
Ansehen", erklärt Pröll abschließend.
Rückfragehinweis:
Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823
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