• 27.10.2008, 16:06:00
  • /
  • OTS0227 OTW0227

"KURIER"-Kommentar von Michael Hufnagl: "Depression"

Wer kann sich in diesen Tagen an die letzten guten Nachrichten erinnern?

Wien (OTS) - Bestandsaufnahme wenige Tage vor Allerheiligen: Die
Aktien trudeln weiter stabil im Abwärtssog, die Begriffe Börse und
Hiobsbotschaft sind in unserer Wahrnehmung längst ein weißer
Schimmel. Die Stimmen, die uns die Rezession verkünden, werden im
Chor mit Null-Wachstum und Konjunktureinbruch mehr und lauter.
Firmen sperren (vorerst zwischenzeitlich) zu, die Schlagwörter
Personaleinsparung oder Jobabbau sind nicht vereinzelt, sondern
flächendeckend zu vernehmen. Dazu passt das AUA-Desaster, das aktuell
symbolisiert, wie leichtfertig und fahrlässig Politiker und Manager
mit der Angst von Tausenden Menschen umgehen. Dafür werden Strom und
Gas empfindlich teurer, während das Benzin trotz niedriger Ölpreise
nicht spürbar billiger wird. Jörg Haider ist tot, Helmut Zilk ist
tot, das Thema der Endlichkeit erfasst uns seit Tagen und Wochen in
allen morbiden Facetten.
Wer kann sich noch an die letzten guten Nachrichten erinnern?
Abgesehen von der, habt acht, Leistungsschau unseres Bundesheeres, im
Zuge derer Kinder voller Glücksgefühle auf Panzer kraxeln durften.
Es wird Zeit, dass die neue Regierung (mit einer schnellen
Steuerreform?) positive Signale setzt - ach so, pardon, wir haben ja
noch gar keine neue Regierung.

Rückfragehinweis:
KURIER
Leben Redaktion
Tel.: (01) 52 100/2788

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PKU

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel