• 27.10.2008, 13:10:13
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Grüne Wien zu Radunfall: Wiener Radwege oft brandgefährlich

Chorherr: "Keine Schmalspurvarianten von Radverkehrsanlagen mehr"

Wien (OTS) - "Die Radverkehrspolitik in Wien muss völlig neu
überdacht werden", kommentiert der Verkehrssprecher der Grünen Wien,
Christoph Chorherr, den bereits dritten Todesfall eines Radfahrers in
der Leopoldstadt innerhalb von zwei Wochen. "Es darf nicht mehr
vorkommen, dass der Radverkehr auf Gehsteige und in Nebenstraßen
verbannt wird", fordert Chorherr. Der heutige Unfall mit Todesfolge
für einen Radfahrer ereignete sich auf einem Zweirichtungsradweg am
Gehsteig auf der Taborstraße bei der Lkw-Einfahrt in den
Frachtenbahnhof Nordwestbahnhof. Bereits vor Jahren haben die Grünen
Leopoldstadt eine Entschärfung dieser Gefahrenzone per Antrag
gefordert. Damals erklärte der SP-Vorsitzende der Verkehrskommission,
dass man hier leider nichts verbessern könne. Doch statt eines
brandgefährlichen Zweirichtungsradwegs, der nur am Gehsteig
aufgepinselt ist, wäre die Anlage von richtungsbegleitenden
Radstreifen auf der Fahrbahn die sicherere Variante gewesen.

Überhaupt lehnte die Stadt Wien bereits mehrmals eine sichere
Radverkehrsanlage in der Taborstraße ab. Stattdessen werden die
RadfahrerInnen in Nebenstraßen umgeleitet bzw. auf den Gehsteig
geschickt. "Das sind Schmalspurvarianten und eine falsche
Radverkehrspolitik. Stadtrat Schicker ist aufgefordert, endlich
Radverkehrsanlagen umzusetzen, die den aktuellen
Sicherheitsanforderungen entsprechen und gefährliche Altlasten zu
entschärfen", so Chorherr abschließend.

Rückfragehinweis:
Pressereferat, 0664 831 74 49
http://wien.gruene.at

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