- 23.10.2008, 15:04:04
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Steinkellner: ... und hoffentlich bleibt die Temelin-Turbine weiter ausgeschaltet!
Scharfe Kritik der FPÖ an nichtssagender Antwort aus dem Bundeskanzleramt
Linz, 23. Okt. 2008 (OTS) - "Die Hoffnung auf dauerhaften
mechanischen Schaden der Turbinen des Atomkraftwerkes Temelin lebt",
sagte heute der oö. FPÖ-Klubobmann Mag. Günther Steinkellner zur
Abschaltung der Turbinen nun auch von Block 2.
Die CEZ als Betreiber habe aber offenbar noch nicht genug
wirtschaftlichen Schaden durch die ständigen Ausfälle und Stillstände
dieses Atomkraftwerks erlitten.
"Hoffentlich erkennen auch die Menschen in Tschechien, dass sie es
sind, die diese Schäden in der Höhe von mehreren Milliarden Kronen
mit ihrem Strompreis zahlen müssen. Später werden ohnehin alle
mitzahlen müssen, um Lagerung und Sicherung des Atommülls auf
Tausende Jahre hinaus zu finanzieren", sagte Steinkellner.
In diesem Zusammenhang übte Steinkellner scharfe Kritik an einer
völlig unzureichenden und nichtssagenden Antwort des Bundeskanzlers
auf das Ersuchen des oö. Landtages, die Initiativen zur Durchsetzung
der im Melker Protokoll bzw. der Brüsseler Vereinbarung mit
Tschechien festgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen voranzutreiben.
"Darauf zu verweisen, dass die österreichisch-tschechische
Parlamentarier-Kommission einen Schlussbericht vorgelegt habe, der
Empfehlungen an die Bundesregierung enthalte, ist ein bisserl wenig.
Die Bundesregierung gibt sich damit zufrieden, dass Tschechien die
Vereinbarungen nicht bzw. nur unzureichend einhalten will. Wenn man
sieht, dass im Atomkraftwerk Temelin alle paar Wochen Störfälle
passieren, Leitungen undicht sind und Turbinen große Vibrationen
auslösen, dann kann man nicht damit zufrieden sein, dass die
tschechische Regierung sagt, der Vertrag ist erfüllt - und
völkerrechtlich existiert er für uns ohnehin nicht", bekräftigte
FPÖ-Klubobmann Steinkellner seine Kritik an der Antwort aus dem
Bundeskanzleramt.
Es sei aber zu befürchten, dass auch die neue Bundesregierung ähnlich
untätig bleiben werde wie die noch ein paar Tage im Amt befindliche.
"Das wird ein Merkzeichen, welche Bereitschaft die Bundesregierung
zeigt, die österreichische Bevölkerung vor der Bedrohung durch
bestehende und geplante Atomkraftwerke rund um uns in Europa zu
schützen!", stellte FPÖ-Klubobmann Steinkellner fest.
Rückfragehinweis:
FPÖ Oberösterreich Landtagsklub
Hannes Lackner
MobTel 0664 60072 11777
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