GRAS: Hahns Bildungssupermarkt ist ungenießbar

Wissenschaftsminister Hahns neuester Geistesblitz will seine neoliberale und strukturell Frauen diskriminierende Bildungspolitik fortführen

Wien (OTS) - Die GRAS (Grüne & Alternative StudentInnen) lehnt das von Noch-Wissenschaftsminister Johannes Hahn gestern vorgestellte neue Studiengebührenmodell entschieden ab. Dieses sähe vor, dass StudentInnen die von ihnen "konsumierten" ECTS - Punkte im Ausmaß ihres "Wissenschaftskonsums" entgelten müssten. "'Einmal Bourdieu, einmal Butler und dann noch Foucault zum drüberstreuen - aber bitte kein Proseminar, sondern nur eine Vorlesung, sonst wird mir das zu teuer' - zugespitzt könnte so Hahns Bildungssupermarkt aussehen", empört sich Sigrid Maurer, Aktivistin der GRAS, über "Hahns Bildungssupermarkt"."Bildung ist keine Ware, nicht in Angebot und Nachfrage messbar, sondern ein wertvolles und öffentliches Gut!"

"Außerdem hat diese Wiedereinführung der Studiengebühren einzig einen Sinn: Besser Gestellten und vorzüglich Männern ein Studium in einem Bildungssupermarkt zu ermöglichen", empört sich Maurer. Denn auch eine aktuelle Studie beweist, dass Studiengebühren besonders Frauen und Menschen aus bildungsfernen Schichten vom Studium ausschließen. "Hahn ist einzig ein neoliberaler Handlanger eines exklusiven BildungsbürgerInnentums und einer Vermarktwirtschafltichung der Wissenschaft; einmal mehr haben wir dies Schwarz auf Weiß", sagt Maurer.

Die GRAS fordert nach wie vor einen offenen Hochschulzugang, dass die SPÖ für ihre wiederholten Wahlversprechen einsteht und bei Koalitionsverhandlungen nicht schon wieder den neoliberalen, wissenschaftsfeindlichen und kurzsichtigen Geistesblitzen der ÖVP nachgibt!

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