• 18.10.2008, 08:00:00
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"profil": Bestechungsvorwürfe: Staatsanwalt rollt Eurofighter-Ankauf neu auf

Erste Kontenöffnungen bei Firmen im Nahebereich von Waffenlobbyist Mensdorff-Pouilly und BAE-Systems

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet wird Staatsanwalt Michael Radasztics,
der mit den Ermittlungen wegen des Verdachts von Bestechung und
Schmiergeldzahlungen im Zusammenhang mit der Eurofighter-Vergabe
betraut ist, die Vorkommnisse rund um den 2002 erfolgten Ankauf der
Eurofighter neu aufrollen. Die Vorwürfe gegen den Waffenlobbyisten
Alfons Mensdorff-Pouilly und BAE-Systems sind zu einer
grenzübergreifenden Angelegenheit geworden. Auch Eurojust, eine Art
Generalstaatsanwaltschaft auf europäischer Ebene, ist eingeschaltet.
In England, Schweden, Tschechien, der Schweiz und eben Österreich
laufen Ermittlungen. Wie Michael Radasztics gegenüber "profil"
bestätigt, ist es in Österreich bereits zu ersten Konto-Öffnungen
beim Firmengeflecht rund um BAE und Mensdorff gekommen. Ein
gemeinsames Ermittlungsteam mit Großbritannien ist in Vorbereitung.

Die Staatsanwaltschaft hat auch vor, einzelne Mitglieder der
militärischen Bewertungskommission, die sich 2002 mit der Jetvergabe
auseinandergesetzt hat, zu laden. Grün-Mandatar Peter Pilz hat
derweil bei der Staatanwaltschaft eine Sachverhaltsdarstellung
eingebracht, wonach Luftwaffenchef Erich Wolf im parlamentarischen
Untersuchungsausschuss Falschaussagen getätigt hat.

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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