• 17.10.2008, 11:00:22
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Ringlinien auf neuen Wegen

Wien (OTS) - Ab 26. Oktober werden die Linien 1 und 2 auf neuen
Strecken unterwegs sein. 1er und 2er werden mit den Straßenbahnlinien
65, J und N verbunden und so zu Linien, mit denen man die Stadt
durchqueren kann, ohne umsteigen zu müssen.***

Das neue Angebot der Wiener Linien bringt den Fahrgästen
entscheidende Vorteile. Sie kommen nicht nur auf der Wiener
Ringstraße schneller voran, sondern erreichen mit den neuen Linien
auch - ohne umsteigen zu müssen - auf direktem Weg die Wiener
Außenbezirke.

Die Idee, den Straßenbahnverkehr auf der Wiener Ringstraße neu zu
organisieren, geht auf eine Initiative des Fahrgastbeirats der Wiener
Linien zurück. Das Konzept beruht darauf, Straßenbahnlinien, die
bislang "nur" von einem Stadtteil in das Zentrum geführt haben,
miteinander zu verknüpfen und somit eine umsteigefreie Verbindung
durch die Stadt zu ermöglichen. Kern des neuen Linienkonzeptes ist
es, die bestehenden Linien 1, 2, 65, J und N so miteinander zu
verbinden, dass daraus die zwei neuen Durchgangslinien 1 und 2
werden. Grundlage für das Verknüpfen bisheriger Linien waren die am
stärksten nachgefragten Verkehrsrelationen, wobei die neuen
Durchgangslinien natürlich Ähnlichkeiten hinsichtlich Intervall und
Auslastung aufweisen mussten.

"Durch die bereits umgesetzten Beschleunigungsmaßnahmen im Zuge einer
Neuprogrammierung der Ampelschaltungen entlang der Ringstraße
verringert sich die Fahrzeit der Bim auf dem Ring um zwei bis drei
Minuten. Da auch noch die bei den Ring-Rund-Linien betrieblich
notwendigen Stehzeiten wegfallen, können die Wiener Linien ihren
Fahrgästen auf den neuen Ringlinien nun sehr attraktive Reisezeiten
und zusätzliche Umsteigemöglichkeiten ins U-Bahn-Netz anbieten",
unterstrich Vizebürgermeisterin Finanz- und Wirtschaftsstadträtin
Mag.a Renate Brauner im Rahmen einer Pressefahrt am Freitag. "Laut
einer Prognose des Österreichischen Instituts für Raumplanung werden
von den neuen Durchgangslinien rund 700.000 zusätzliche Fahrgäste pro
Jahr profitieren. Damit attraktivieren wir nicht nur den öffentlichen
Verkehr in Wien, sondern tun damit auch nachhaltig etwas für den
Klimaschutz", so Brauner.

Die neuen Linien im Detail:

Die Linie 1
Die neue Linie 1 verkehrt vom Stefan-Fadinger-Platz im 10. Wiener
Gemeindebezirk über Margareten, Wieden zum Karlsplatz (bisherige
Linie 65), fährt weiter über Opernring, Burgring, Dr.
Karl-Renner-Ring, Schottenring, Franz-Josefs-Kai, Schwedenplatz
(bisherige Linie 1) und weiter über den südlichen Ast der bisherigen
Linie N zur Prater Hauptallee und zurück. Damit erhält die Linie 1 im
Gegensatz zur bisherigen Linie 65 einen direkten Anschluss auch an
die U-Bahn-Linie U3. Für Fahrgäste aus den Bezirken Favoriten,
Margareten und Wieden mit Fahrzielen am Ring oder darüber hinaus
entfallen Umsteigevorgänge am Kärntner Ring. Die starke Nachfrage der
Fahrgäste der bisherigen Linie 65 zu Zielen am westlichen bzw.
nördlichen Teil des Rings ist ausschlaggebend dafür, dass die neue
Linie 1 über die westliche Ringroute geführt wird.

Die Linie 2
Die neue Linie 2 fährt von Ottakring / Erdbrustgasse wie die
bisherige Linie J zum Parlament und weiter über den Ring zum
Karlsplatz. Am Karlsplatz wendet die neue Linie 2 im Gegensatz zum
J-Wagen aber nicht mehr, sondern fährt weiter Richtung Kai bis zum
Schwedenplatz, um dort den nördlichen Ast der bisherigen Linie N bis
zum Friedrich-Engels-Platz zu übernehmen. Damit erhalten auch die
Fahrgäste der bisherigen Linie N, die vom Friedrich-Engels-Platz
kommen, eine direkte Umsteigemöglichkeit zur U3, und zwar bereits bei
der Haltestelle Stubentor.

Ab 26. Oktober: Besser durch die Stadt
Das neue, attraktive Angebot, das wichtige Verbindungen zum und auf
dem Ring durch umsteigefreie Linien bedient und ohne lästige
Stehzeiten auf dem Ring auskommt, bringt viele Vorteile für die
Fahrgäste.

- Neue Linien, die verbinden
Durch die neuen Ringlinien werden viele Teile Wiens direkt mit der
City verbunden und darüber hinaus untereinander besser vernetzt.

- Bessere Ampelschaltungen, rasches Vorankommen
Die Ampelschaltungen entlang des Rings wurden neu geregelt. Dadurch
sinkt die Zeit der Aufenthalte an den Kreuzungen enorm. Dies verkürzt
die Reisezeit der Fahrgäste deutlich.

- Mehr Komfort bei gleichen Intervallen
Neben den Vorteilen der neuen, attraktiven Verbindungen und des
raschen Vorwärtskommens ohne lästige Stehzeiten wird
selbstverständlich auch darauf Wert gelegt, dass die bisherigen
Intervalle auf dem Ring beibehalten werden.

- Rasches Weiterkommen ohne Stehzeit auf dem Ring
Derzeit müssen die Ringlinien aus betrieblichen Gründen zweimal
Stehzeiten einhalten. Mit der Inbetriebnahme der neuen Ringlinien
entfallen für Fahrgäste, die über die Stationen Schottenring und
Stubentor hinaus wollen, die unangenehmen Pausen.

- Attraktives Angebot für Ottakring und die Josefstadt
Die erweiterten Betriebszeiten und die attraktiven Intervalle der
Straßenbahnen auf dem Ring bewirken in den Außenästen der neuen
Ringlinien eine Qualitätssteigerung. So verkehrt etwa in Ottakring
und in der Josefstadt die neue Linie 2 am Abend ca. eine Stunde
länger als bisher die Linie J.

- Wichtige Touristenziele auf einer Linie
Vor allem die neue Linie 1 führt auf dem Ring zu den wichtigsten
Ringstraßenprunkbauten und Denkmälern. Im dritten Bezirk erreicht man
mit dieser Linie das Hundertwasserhaus und das Kunsthaus, im zweiten
Bezirk die Hauptallee im Prater. An der südlichen Endstelle liegt der
architektonisch interessante Wasserturm.

Neues Angebot auf dem Ring als Auftakt einer Straßenbahn-Offensive

Die Neuorganisation des Straßenbahnverkehrs auf der Ringstraße ist
der Beginn einer Straßenbahn-Offensive, die bereits im Frühjahr 2009
mit einer täglich in einem regelmäßigen Takt verkehrenden
"Touristenstraßenbahn" entlang des Rings fortgesetzt wird. Weiters
laufen bereits jetzt die Planungen für zwei
Straßenbahn-Neubauprojekte auf Hochtouren. ***

Wien gehört weltweit zu den wenigen Ausnahmestädten, in denen
Fahrgastzahlen und Marktanteile des öffentlichen Verkehrs in den
letzten Jahren kontinuierlich angestiegen sind. Wien ist in Europa
zudem die einzige Metropole, in der diesem Zuwachs im öffentlichen
Verkehr ein noch größerer Rückgang des Anteils an privaten
Autofahrten gegenübersteht. Wurden 1993 lediglich 29 Prozent aller
Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt und 40 Prozent mit
dem Auto, so hält der öffentliche Verkehr in Wien heute einen
Marktanteil von 35 Prozent und hat damit das Auto, das auf einen
Anteil von 34 Prozent kommt, überholt.
Diese Erfolgsbilanz ist auf ein in sich abgestimmtes Verkehrssystem
zurückzuführen. Im Netz der Wiener Linien erfüllen die Verkehrsmittel
U-Bahn, Straßenbahn und Autobus unterschiedliche Aufgaben, sind aber
in der Summe gemeinsam dafür verantwortlich, dass das Angebot von den
KundInnen so gut angenommen wird.

Die Straßenbahn: ein Verkehrsmittel mit Tradition und Zukunft

Für Wien ist die Straßenbahn bereits in den frühen Jahren des
vergangenen Jahrhunderts zum Inbegriff für den öffentlichen Verkehr
geworden und es bis heute geblieben. Obwohl es in Wien mittlerweile
ein hochleistungsfähiges U-Bahn-Netz und ein sehr dichtes Netz an
Autobuslinien gibt, gehören die Wiener Linien nach wie vor zu den
größten Straßenbahn-Netzbetreibern weltweit. In den kommenden Jahren
wird das Wiener Straßenbahn-Netz noch weiter ausgebaut.

April 2009: Start Touristenstraßenbahn als Ring-Rund

Ab 4. April 2009 - das ist der Samstag zu Beginn der Osterferien -
wird eine spezielle Touristenstraßenbahn auf der Ringstraße ihren
Betrieb aufnehmen. Diese Touristen-Tramway wird auf dem inneren Gleis
der Ringstraße (so wie die bisherige Linie 1) täglich zwischen etwa
10 und ca. 18 Uhr unterwegs sein.
Vorgesehen ist ein ganzjähriger Betrieb. Die neue Linie wird den Ring
im Uhrzeigersinn im Halbstundentakt umrunden. Die Fahrt erfolgt ohne
Stehzeiten. Während der Fahrt werden die Fahrgäste mittels mehrerer
LCD-Bildschirme mit Informationen über die touristischen Highlights
entlang des Rings versorgt. Parallel dazu gibt’s Infos in mehreren
Sprachen auch über Kopfhörer. Die Straßenbahn - es handelt sich um
einen klassischen E1-Triebwagen mit 40 Sitzplätzen - wird nach dem
"Hop on - Hop off"- Prinzip an ausgewählten Stationen zum Ein- und
Aussteigen halten. Für die Touristentramway wird es eigene Tickets
geben. Darüber hinaus sind weitere Tarifmodelle mit speziellen für
Touristen attraktiven Kombitickets in Ausarbeitung.

Neue Straßenbahn-Verbindungen quer durch den 21. und 22.
Bezirk

Derzeit laufen die Planungen für zwei Straßenbahn-Neubaustrecken, die
gemeinsam mit dem Ausbau der U2 bis zum Flugfeld Aspern für eine noch
bessere Erschließung des 21. und 22. Bezirks mit öffentlichen
Verkehrsmitteln sorgen werden.

Linie 26: direkte Querverbindung U6-Floridsdorf, U1-Kagraner
Platz und U2-Hausfeldstraße
Die neue 26er-Strecke ist rund 4,7 Kilometer lang und erhält elf neue
Stationen. Die Neubaustrecke beginnt beim Kagraner Platz, führt
querfeldein auf einer Hochtrasse über den Gewerbepark Stadlau bis zur
Oberfeldgasse, dann entlang der Oberfeldgasse durch die Siedlung
Ziegelhofstraße/Quadenstraße (eine "Kleinstadt" mit ca. 20.000
Einwohnern), über Prinzengasse, Pirquetgasse, Zanggasse, Am
Heidjöchl, Hausfeldstraße bis zur zukünftigen U2-Station
Hausfeldstraße.

Die neue Linie 26 wird dann von Strebersdorf über Floridsdorf
(U6-Station) und Kagraner Platz (den nördlichen Ast der bisherigen
Linie 26) bis zur Hausfeldstraße und retour fahren.

Die Linie 26 wird eine für die Fahrgäste höchst attraktive
Tangentialverbindung zwischen den Bezirken Floridsdorf und
Donaustadt. Vor allem durch die Verknüpfung mit allen hochrangigen
radialen Hauptachsen des öffentlichen Verkehrs in diesen Bezirken
(U6- und S-Bahn-Station Floridsdorf, U1-Station Kagraner Platz und
U2-Station Hausfeldstraße) wird sich die Attraktivität der Linie
nochmals erhöhen. Insbesondere für das Gebiet Am Heidjöchl und den
Gewerbepark Stadlau wird sich die Erschließung durch den öffentlichen
Verkehr deutlich verbessern.

Linie 25:von Floridsdorf über Kagran nach Aspern
Gleichzeitig mit der Eröffnung der 26er-Neubaustrecke wird auch die
neue Linie 25 ihren Betrieb aufnehmen. Für den 25er wird eine neue,
rund einen Kilometer lange Straßenbahntrasse errichtet. Diese führt
von der Donaufelder Straße/Ecke Tokiostraße über die Tokiostraße und
die Prandaugasse zur U1-Station Kagran.

Der 25er wird dann von der U6-Station Floridsdorf auf der bestehenden
Strecke - gemeinsam mit der Linie 26 - über die Donaufelder Straße
und ab der Tokiostraße dann auf dem neu errichteten Streckenabschnitt
zur U1-Station Kagran fahren. Von hier geht’s dann weiter auf einer
bereits bestehenden Strecke (derzeit südlicher Ast der Linie 26) zur
U2-Station Donauspital bis Aspern, Oberdorfstraße (heutige Endstelle
der Linie 26).

Rückfragehinweis:

Mag. Wolfgang Hassler
   Mediensprecher Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner
   Tel.: (01) 4000 - 81845
   mailto: wolfgang.hassler@wien.gv.at
   http://www.wien.at
   
   Mag. Johann Ehrengruber
   Wiener Linien GmbH & Co KG/Pressestelle
   Tel.: (01) 7909-42200
   mailto: johann.ehrengruber@wienerlinien.at
   http://www.wienerlinien.at
   
   Mag. Michael Zentner
   Wiener Linien GmbH & Co KG/Pressestelle
   Tel: (01) 7909-42201
   mailto: michael.zentner@wienerlinien.at
   http://www.wienerlinien.at

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