- 16.10.2008, 11:13:38
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189.000 NiederösterreicherInnen armutsgefährdet
Heinisch-Hosek zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Armut
St. Pölten (NLK) - 189.000 NiederösterreicherInnen seien
armutsgefährdet, sagte Landesrätin Gabriele Heinisch-Hosek heute, 16.
Oktober, in St. Pölten anlässlich des morgigen Internationalen Tages
zur Beseitigung von Armut. Betroffen seien vor allem allein
erziehende oder allein lebende Frauen sowie Frauen mit
Migrationshintergrund und/oder im Niedriglohnsektor.
Die internationale Finanzkrise mit ihren Auswirkungen auf den
Arbeitsmarkt werde zu einer Verschärfung der Situation führen, zeigte
sich Heinisch-Hosek überzeugt. Bei niedrigen Einkommen - die
Armutsgefährdungsschwelle liegt bei 893 Euro im Monat - mache bereits
jetzt Wohnen und Essen fast die Hälfte des Einkommens aus. Zusammen
mit der wachsenden Zahl geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse, den
steigenden Gaspreisen, den steigenden Strompreisen u. a. ergebe das
einen "gefährlichen Armutscocktail".
Mittlerweile sei auch der Mittelstand armutsgefährdet, betonte die
Landesrätin: Bereits 60 Prozent aller ArbeitnehmerInnen wären ohne
ihr Einkommen armutsgefährdet. Dazu komme, dass arbeitslose Männer
und Frauen in Österreich nur 55 Prozent ihres Letztbezuges als
Arbeitslosengeld erhielten, der EU-Schnitt liege bei 68 Prozent.
Als Gegenmaßnahmen forderte Heinisch-Hosek auf Bundesseite die
Erhöhung und Verlängerung des Arbeitslosengeldes sowie die rasche
Umsetzung der bedarfsorientierten Mindestsicherung. Auf Landesebene
regte sie die Installierung einer Arbeitsstiftung für Frauen nach
oberösterreichischem Vorbild an, diesbezüglich werden Gespräche mit
Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner folgen.
Nähere Informationen beim Büro LR Heinisch-Hosek unter
02742/9005-12560, Rita Klement.
Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12175
http://www.noe.gv.at/nlk
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