,Licht für die Welt’ zum Welttag der Armutsbekämpfung am 17. Oktober: Armut macht blind und behindert

Wien (OTS) - Laut WHO leben 90% der weltweit 37 Millionen blinden Menschen und 80% der weltweit rund 650 Millionen Menschen mit Behinderung in Entwicklungsländern. UN-Statistiken belegen darüber hinaus, dass 82% der Menschen mit Behinderungen in der Dritten Welt unter der Armutsgrenze leben. "Es besteht eine dramatische Wechselbeziehung zwischen Armut und Behinderung: Das Familieneinkommen sinkt, weil blinde oder anders behinderte Familienmitglieder weniger dazu beitragen können und darüber hinaus auf die Betreuung durch Angehörige angewiesen sind. Gleichzeitig muss die Familie die Kosten für medizinische Behandlungen, Therapien und Hilfsmittel tragen. Die Armutsfalle schnappt noch weiter zu. Auch und gerade in Zeiten einer weltweiten Finanzkrise dürfen die Ärmsten der Armen nicht vergessen werden", so Rupert Roniger, Geschäftsführer von 'Licht für die Welt’.

Der Einsatz der international tätigen österreichischen Fachorganisation ,Licht für die Welt’ für die Heilung, Rehabilitation bzw. Prävention von Blindheit und Behinderung steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit Armutsbekämpfung. In mehr als 100 nachhaltigen Hilfsprojekten, die ,Licht für die Welt’ im vergangenen Jahr in Afrika, Asien und Lateinarmerika unterstützte, wurden mehr als 27.000 Operationen am Grauen Star - der Blindheitsursache Nummer eins in Entwicklungsländern - durchgeführt und über 13.000 Kinder mit Behinderungen gefördert und rehabilitiert.

Den Zusammenhang zwischen Armut und Behinderung belegt auch ein aktueller Bericht an die 63. UN-Generalversammlung, die derzeit in New York tagt: "Persons with disabilities tend to become or remain impoverished because they are denied the right to work, social security, and access to health care." "Nachhaltige Armutsbekämpfung kann also nur dann funktionieren, wenn Menschen mit Behinderungen in ihren Rechten gestärkt werden", erklärt Roniger. Die im Mai 2008 in Kraft getretene und von Österreich am 26.9.2008 ratifizierte UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen schafft eine international verbindliche rechtliche Grundlage dafür: In Artikel 32 wird der Zugang von Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern zu ihren Rechten im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit eingefordert.

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