Finanzkrise: Milliardenschweres Damoklesschwert über heimischen Betrieben

Hofer: Zahlreiche Unternehmen in Cross Border Leasing verwickelt

Wien (OTS) - FPÖ-Vizebundesparteiobmann NAbg. Norbert Hofer warnt vor weiteren und für Österreich schwerwiegenden Folgen der Finanzkrise. Zahlreiche Unternehmen, vor allem solche im Nahefeld der Politik, hätten sogenannte Cross Border Leasing Modelle umgesetzt. "Das Eigentum des Unternehmens wird ans Ausland verkauft und dann vom Unternehmen geleast. Ein reizvolles Modell für öffentliche und halböffentliche Haushalte, um rasch zu einem Körberlgeld auf Kosten künftiger Generationen zu kommen. Das Volumen dieser Geschäfte soll in Österreich rund 20 Milliarden Euro ausmachen", erklärt Hofer.

Norbert Hofer: "Nun ist zu klären, ob bisher heimische Infrastruktur tief in der Krise steckenden amerikanischen Finanzinstituten gehört, deren mangelnde Liquidität Millionen Menschen um ihre Altersvorsorge zittern lässt. Es könnte sich zeigen, dass die Sanierung maroder Haushalte über diesen Finanzierungstrick zu einem fatalen Bumerang werden könnte."

In Österreich ist offenbar unter anderem die Infrastruktur folgender Unternehmen betroffen:
Austro Control: Flugsicherungsanlagen
BEWAG: Stromnetz
BEGAS: Gasnetz
Connect Austria: Übertragungsanlagen
Energie AG Oberösterreich: Stromnetz, Wasserkraftwerke
Immofinanz: Bürogebäude Wienerberg
Innsbrucker Kommunalbetriebe: Kläranlagen und Kanäle
Linz AG: Fernwärmewerk, Fernwärme- und Stromnetz
Österreichische Bundesbahnen: Bahnhöfe, Lokomotiven, Waggons, Signalanlagen
Post AG: Postsortieranlagen in Wien, Inzersdorf, Graz, Salzburg und Innsbruck (CBL über 119 Millionen Euro)
Telekom und Mobilkom Austria - diverse Übertragungsanlagen (1998: $ 200 Mio., 1999: $ 400 Mio., 1999: $ 200 Mio., 1999: $ 190 Mio.) TIWAG: Wasserkraftwerke
Verbundgesellschaft: alle acht österreichischen Donaukraftwerke Wiener Linien: U-Bahn und Straßenbahnnetz
Stadt Wien: Kanalisation im 21. und 22. Gemeindebezirk (CLB über 500 Millionen Euro und 35 Jahre bis 2037)

Hofer: "Ich fordere den Finanzminister auf, dazu die Karten auf den Tisch zu legen. Es geht um enorme Vermögenswerte, die in den USA nicht sicher sind und Opfer der Krise werden könnten. Hunderttausende Österreicher wären betroffen."

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