- 15.10.2008, 09:15:25
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Finanzkrise: Milliardenschweres Damoklesschwert über heimischen Betrieben
Hofer: Zahlreiche Unternehmen in Cross Border Leasing verwickelt
Wien (OTS) - FPÖ-Vizebundesparteiobmann NAbg. Norbert Hofer warnt
vor weiteren und für Österreich schwerwiegenden Folgen der
Finanzkrise. Zahlreiche Unternehmen, vor allem solche im Nahefeld der
Politik, hätten sogenannte Cross Border Leasing Modelle umgesetzt.
"Das Eigentum des Unternehmens wird ans Ausland verkauft und dann vom
Unternehmen geleast. Ein reizvolles Modell für öffentliche und
halböffentliche Haushalte, um rasch zu einem Körberlgeld auf Kosten
künftiger Generationen zu kommen. Das Volumen dieser Geschäfte soll
in Österreich rund 20 Milliarden Euro ausmachen", erklärt Hofer.
Norbert Hofer: "Nun ist zu klären, ob bisher heimische Infrastruktur
tief in der Krise steckenden amerikanischen Finanzinstituten gehört,
deren mangelnde Liquidität Millionen Menschen um ihre Altersvorsorge
zittern lässt. Es könnte sich zeigen, dass die Sanierung maroder
Haushalte über diesen Finanzierungstrick zu einem fatalen Bumerang
werden könnte."
In Österreich ist offenbar unter anderem die Infrastruktur folgender
Unternehmen betroffen:
Austro Control: Flugsicherungsanlagen
BEWAG: Stromnetz
BEGAS: Gasnetz
Connect Austria: Übertragungsanlagen
Energie AG Oberösterreich: Stromnetz, Wasserkraftwerke
Immofinanz: Bürogebäude Wienerberg
Innsbrucker Kommunalbetriebe: Kläranlagen und Kanäle
Linz AG: Fernwärmewerk, Fernwärme- und Stromnetz
Österreichische Bundesbahnen: Bahnhöfe, Lokomotiven, Waggons,
Signalanlagen
Post AG: Postsortieranlagen in Wien, Inzersdorf, Graz, Salzburg und
Innsbruck (CBL über 119 Millionen Euro)
Telekom und Mobilkom Austria - diverse Übertragungsanlagen (1998: $
200 Mio., 1999: $ 400 Mio., 1999: $ 200 Mio., 1999: $ 190 Mio.)
TIWAG: Wasserkraftwerke
Verbundgesellschaft: alle acht österreichischen Donaukraftwerke
Wiener Linien: U-Bahn und Straßenbahnnetz
Stadt Wien: Kanalisation im 21. und 22. Gemeindebezirk (CLB über 500
Millionen Euro und 35 Jahre bis 2037)
Hofer: "Ich fordere den Finanzminister auf, dazu die Karten auf den
Tisch zu legen. Es geht um enorme Vermögenswerte, die in den USA
nicht sicher sind und Opfer der Krise werden könnten. Hunderttausende
Österreicher wären betroffen."
Rückfragehinweis:
FPÖ
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