• 14.10.2008, 11:34:19
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  • OTS0147 OTW0147

Stellungnahme der unabhängigen MIP-Aktionäre zu den Übernahmeplänen von Audley Capital

Wien (OTS) - Die Gruppe unabhängiger Aktionäre der Meinl
International Power nimmt zu den am 13.10.2008 vom MIP Management
bekanntgegebenen Plänen der Audley Capital wie folgt Stellung:

- Audley Capital ist ein Finanzinvestor, der mehrere aggressiv 
   agierende Hedge-Fonds betreibt. Damit widerspricht dieser Plan 
   diametral dem von MIP-Chairman Hans Haider geäußerten Ziel, einen 
   strategischen Partner für MIP gewinnen zu wollen.

 - Eine Expertise von Audley Capital als Manager eines 
   Energieunternehmens ist nicht zu erkennen. Audley Capital kann 
   als neuer Eigentümer der MIP-Managementgesellschaft Meinl Power 
   Management anstelle der bisherigen Eigentümer Meinl Bank/Karl 
   Heinz Grasser keine zusätzliche Fachkenntnis zur Verbesserung der
   operativen Performance beisteuern. Es entsteht somit kein Vorteil
   für die Gesellschaft. 

 - Es ist völlig unverständlich, dass die Aktionäre der MIP 
   Millionenzahlungen dafür leisten, dass die externe 
   Managementgesellschaft einen neuen Eigentümer bekommt. 

 - Für die Beendigung des "Licence Agreements", das die Verwendung
   des die Gesellschaft belastenden Namens "Meinl" gestattet, 10 
   Mio. EUR zu bezahlen ist nach den Ereignissen der vergangenen 
   Wochen in keinster Weise zu rechtfertigen. Eine Fairness Opinion 
   des Meinl Bank Beraters Lazard dazu ist wohl kaum als objektive 
   Entscheidungsgrundlage zu werten. 

 - Angaben über die Konditionen der angeblich geplanten 
   Kapitalbeteiligung des Hedgefonds Audley Capital European 
   Opportunities Master Fund fehlen völlig. Es wurden weder Preis, 
   Menge noch Art der Transaktion oder Herkunft der Aktien genannt. 
   Es ist zu befürchten, dass damit lediglich ein Ausstiegsszenario 
   für das MIP-Aktienpaket der Meinl Bank geschaffen werden soll.

Die gestern bekannt gegebenen Pläne erwecken somit den Eindruck
einer Notoperation, allerdings ohne Aussicht auf wirtschaftliche
Besserung des Patienten. Die Aktionärsgruppe rund um die Meinl Bank
will offenbar kurz vor gerichtlichen Entscheidungen nicht
rückabwickelbare Tatsachen setzen. Zudem war sichtlich kein
potenzieller strategischer Partner zu einem Einstieg in die MIP
bereit.

Solange kein nachvollziehbarer Mehrwert für die Aktionäre der MIP
erkennbar ist, wird die Gruppe der unabhängigen MIP-Aktionäre diesen
Plänen die Zustimmung verweigern. Alle Rechtsverfahren zur Aufhebung
der nach Ansicht der Aktionärsgruppe rechtswidrig zustande gekommenen
Beschlüsse der letzten Hauptversammlung werden daher unvermindert
weiter geführt.

Rückfragehinweis:

Dr. Alexander Proschofsky
   E-Mail: [email protected]
   
   Hochegger Financials
   Mick Stempel
   E-Mail: [email protected]
   Tel.: +43 (0)1 504 69 87-85

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