• 09.10.2008, 14:16:42
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Familienverband startet Projekt gegen hohe Scheidungsrate

Beim Projekt "Wir trauen uns mit Recht" sollen Fachleute präventiv wirken und nicht erst "das Scheitern verwalten"

Wien, 9.10.08 (KAP) "Wir trauen uns mit Recht" lautet der Titel eines
neuen Projektes des Katholischen Familienverbandes Österreich (KFÖ),
mit dem ein Beitrag zur Scheidungsprävention geleistet werden soll.
Egoismus, Sprachlosigkeit und das Bedürfnis nach Unabhängigkeit seien
laut einer aktuellen Umfrage Hauptgründe für die hohe
Trennungsbereitschaft. Der Familienverband möchte hier gegensteuern
und Paare besser auf den Beziehungs- und Ehealltag vorbereiten, sagte
der neue KFÖ-Präsident Clemens Steindl am Donnerstag. Dabei würden
den Betreffenden auch Instrumente für Lösungsmöglichkeiten bei
Konflikten in die Hand gegeben. Anders als bei Mediation und
Scheidungsberatung, "wo Scheitern verwaltet werden muss", gehe es
beim Familienverbands-Projekt um Vorbeugung. "Wir sind
zuversichtlich, dass damit manche Scheidung verhindert werden kann",
so Steindl.

In vielen Ehen sprechen die Partner viel zuwenig miteinander: Das ist
nach einer im Juli durchgeführten repräsentativen Umfrage des Linzer
"market"-Instituts für 79 Prozent der Männer und 88 Prozent der
Frauen der Hauptgrund für die hohe Scheidungsrate. Zunehmender
Egoismus und das Bedürfnis nach Unabhängigkeit stehen an zweiter
Stelle.

Mit dem vom Familienministerium geförderten Präventionsprojekt "Wir
trauen uns mit Recht" will der Katholische Familienverband rechtliche
Informationen zum Thema Ehe wie z.B. über das Unterhalts-, Namens-
oder Erbrecht geben. Das Hauptaugenmerk liege aber auf der
psychosozialen Ebene, wo es um Fragen der Beziehungsgestaltung geht,
teilte der KFÖ mit.

Die Ziele der psychosozialen Beratung, die von kompetenten Ehe-,
Familien- und Lebensberatern durchgeführt werde: Paare sollen
Rollenklischees hinterfragen und zugleich die "unterschiedlichen
Denk- und Verhaltensmuster von Frauen und Männern" erfahren. Es gelte
den für ihre Beziehung eigenen Weg zu entwickeln und die Bedeutung
der Partnerschaft als Chance zur Persönlichkeitsentfaltung zu
erkennen. Ein laut KFÖ wichtiger Nebeneffekt dabei: Die Paare lernen
Ehe-, Familien- und Lebensberater in einem positiven Kontext kennen
und wissen, an wen sie sich in Krisensituationen wenden können.
(Informationen: Internet: www.familie.at). (ende)
K200809054
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