- 09.10.2008, 13:50:12
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Che Guevara-Denkmal im Donaupark feierlich eröffnet
Wien (OTS) - "Hasta la victoria siempre! - hieß es am Donnerstag
im Rahmen einer feierlichen Enthüllung der neuen Che Guevara-Büste im
Donaupark, an der neben dem Wiener Bürgermeister Dr. Michael Häupl
u.a. auch der Rektor der Universität für angewandte Kunst, Dr. Gerald
Bast und der Vizepräsident des Kubanischen Instituts für
Völkerfreundschaft, Lic. Elio Gamez Neyra, teilnahmen. Ebenso
anwesend war der frühere SPÖ-Politiker BM a.D. Karl Blecha als
Vertreter des Personenkomitees, das sich für die Finanzierung
verantwortlich zeichnet.
Demokratisches Vermächtnis an Che Guevara
Mit der Che Guevara-Büste ist Wien die erste Stadt in Europa,
die dem Freiheitskämpfer auf einem öffentlichen Platz ein Denkmal
setzt. Bürgermeister Häupl dankte Blecha und dem Personenkomitee für
die Realisierung des - seitens der Österreichisch-Kubanischen
Gesellschaft lang erwünschten - Projekts. Es sei ein demokratisches
Vermächtnis an Che, dass auch Wien dafür sorgen wolle, dass Armut
getilgt werde, so Häupl. Blecha brachte ein Zitat von Che Guevara
vor, dass "der Mensch mehr wert sei als alles Geld des reichsten
Mannes der Welt". Mit einer solchen Haltung sei Che Guevara ein oft
verkannter "intellektueller Rebell" gewesen, der gewaltige Leistungen
erbracht habe.
Anlass für die Errichtung der 70 Zentimeter hohen Bronzebüste
von Che Guevara im Donaupark (in der Nähe des Donauturms) ist der 80.
Geburtstag des 1928 in Argentinien geborenen Revolutionärs. Die auf
Initiative der Österreichisch-Kubanischen Gesellschaft errichtete
Bronzebüste ist nun das vierte Denkmal für bedeutende
lateinamerikanische Persönlichkeiten (Simón Bolívar, José Martí und
Salvador Allende) im Wiener Donaupark.
Ein prominent besetztes Personenkomitee, u.a. mit dem kürzlich
verstorbenen Germanisten Wendelin Schmidt-Dengler und Elfriede
Jelinek, hatte unter dem Titel "Ein Denkmal für Che in Wien" seit dem
Winter 2007 Spenden gesammelt. Für die Gestaltung wurde die
Bildhauerin Univ.-Prof. Mag. Gerda Fassel beauftragt.
Ernesto "Che" Guevara, ein umstrittener Held
Der vor 41 Jahren in Bolivien erschossene Ernesto "Che" Guevara
(1928-1967) kam aus einer bürgerlichen argentinischen Familie. Als
Student wurde er auf eine wirtschaftliche Ungleichheit von
Landbevölkerung und Großgrundbesitzer in Südamerika aufmerksam und
widmete sein Leben fortan einer Revolution gegen soziale
Ungerechtigkeit. Nach der kubanischen Revolution, die er gemeinsam
mit Fidel Castro anführte, versuchte er auch in Kongo-Kinshasa und
Bolivien zu wirken. Ohne Erfolg, 1967 wurde er erschossen. Als
umstritten gilt Che Guevara aufgrund von Vorwürfen, die sich u.a. auf
Exekutionen von Regimegegnern beziehen. (Schluss) rav
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