- 07.10.2008, 08:35:28
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VIER PFOTEN veranstaltet gemeinsam mit österreichischem Ministerium europäische Tierschutzkonferenz
Neue Entwicklungen in der Streunerhunde-Problematik werden vorgestellt
Brüssel (OTS) - Am 7. und 8. Oktober 2008 veranstaltet die
internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN gemeinsam mit dem
österreichischen Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend
die zweite EU-Konferenz zum Tierschutz. Im Mittelpunkt der
zweitägigen Konferenz steht die Problematik der Streunerhunde, ein in
Europa immer noch weit verbreitetes Problem. Internationale Experten
werden neue und interessante Einblicke und Lösungsansätze
präsentieren.
Streunerhunde sind vor allem in Süd- und Osteuropa ein großes
Problem. Aus politischen und wirtschaftlichen Gründen wurden Hunde
über Jahrzehnte ausgesetzt oder zurückgelassen, wenndie Besitzer vom
Land in die Städte gezogen sind. Die Hunde kämpften ums Überleben,
vermehrten sich rasant und wurden Opfer von Krankheiten und Seuchen.
Diese Krankheiten können auch auf Menschen übertragen werden, daher
wurden die verwahrlosten Tiere zum Feind erklärt.
In der rumänischen Hauptstadt Bukarest wurden Anfang der Neunziger
Jahre zum Beispiel die Streunertiere eingefangen und auf grausamster
Art und Weise hingerichtet. Allerdings vermehrten sich die
überlebenden Tiere weiterhin, 2007 lebten in Bukarest wieder 60.000
Hunde auf der Straße.
Mit einer ethischen und nachhaltigen Lösung hat VIER PFOTEN die
Vorreiterrolle bei der Eindämmung der Streunerhunde eingenommen, vor
allem in Osteuropa. Seit 2000 reisen auf Bitte der jeweiligen
Gemeinden VIER PFOTEN Teams in Ortschaften, die besonders von der
Problematik betroffen sind. Die Streunertiere werden eingefangen,
geimpft und kastriert.
Diese Methode der Geburtenkontrolle schränkt das rasante Wachstum
der Tierpopulation ein, da sich unkastrierte Tiere unkontrolliert
vermehren. Eine zusätzliche Kombination aus allen notwendigen
Impfstoffen vermeidet den Ausbruch von Erkrankungen und ist genauso
unerlässlich wie die Behandlung gegen Parasiten. So wird die Gefahr
von übertragenen Seuchen gebannt und die unkontrollierte Vermehrung
der Straßentiere eingedämmt.
Am 7. und 8. Oktober 2008 werden Experten aus der ganzen Welt über
die Streunerhunde-Problematik diskutieren, Erfahrungsberichte
zusammentragen und neue Erkenntnisse präsentieren. VIER PFOTEN und
das Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend sind
gemeinsame Gastgeber der Konferenz, die in der Vertretung des Landes
Baden-Württemberg in Brüssel stattfindet.
"Mit dieser Konferenz wollen wir zeigen, dass es auch
tierfreundliche Lösungen für ein Ende der Streunerhunde-Problematik
gibt", so Dr. Marlene Wartenberg, Leiterin des European Policy Office
von VIER PFOTEN in Brüssel. "Das Töten von Streunern ist bestialisch
und bietet keine Lösung - das von VIER PFOTEN ins Leben gerufene
Projekt "Stray Animal Care" bietet eine nachhaltige und humane
Alternative, die in absehbarer Zeit das Problem ein für alle Mal
beenden wird."
Rückfragehinweis:
Dylan Whiting
Pressesprecher
Tel.: 0664 308 63 03
Email: [email protected]
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